ARTE
ARTE Di. 01.12.
Doku
Schulkinder kommen aus der Schule: Über 69 Millionen Kinder wachsen in China ohne ihre Eltern auf - zurückgelassen in Dörfern, während die Eltern in weit entfernten Städten arbeiten. RBB
Seine Gedanken und Gefühle hält Qui Che in seinem Tagebuch fest: Er träumt davon, eines Tages Sänger zu werden. RBB
Der 14-jährige Qui Che reitet auf einem Esel: Er lebt bei seinen Großeltern in den Bergen der Provinz Yunnan, getrennt von seinen Brüdern und seiner Mutter. RBB

Chinas einsame Kinder

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D, IL 2025
  • 53'
Land und Leute Rund 67 Millionen Kinder wachsen in China ohne ihre Eltern auf (laut Unicef, Stand: 2015) - zurückgelassen in Dörfern, während die Eltern in weit entfernten Städten arbeiten. Einer von ihnen ist der 14-jährige Qui Che, der in den Bergen der Provinz Yunnan bei seinen Großeltern lebt, getrennt von seinen Brüdern und seiner Mutter. Eine Geschichte über Einsamkeit, Zuversicht und kindliche Träume.

Inhalt

In China wachsen rund 67 Millionen Kinder ohne ihre Eltern auf. Sie bleiben in ihren Heimatdörfern zurück, während Mutter oder Vater in die weit entfernten Metropolen ziehen, um Arbeit zu finden - oft zu arm, um ihre Kinder mitzunehmen und ihnen ein gemeinsames Leben zu ermöglichen. Eines dieser Kinder ist der 14-jährige Qui Che. Seine Mutter verließ das abgelegene Bergdorf Xiuan in der Provinz Yunnan, um in Hangzhou nach einer besseren Zukunft zu suchen, und ließ ihren Sohn bei seinen Großeltern väterlicherseits zurück. Das Familienhaus liegt hoch in den Bergen, drei Stunden Fußmarsch von der nächsten Schule entfernt. Unter der Woche lebt Qui Che deshalb im Internat; nur einmal pro Woche kann er den langen Heimweg antreten und zu seinen Großeltern nach Hause kommen. Das Leben im Dorf war entbehrungsreich. Schon früh musste er bei der schweren Feldarbeit helfen und wuchs als einziges Kind im Haus still und oft einsam auf. Doch er trägt einen Traum in sich: Qui Che liebt das Singen und wünscht sich, eines Tages Sänger zu werden. Dank eines Stipendiums darf er in den Sommerferien eine Musikschule im Autonomen Kreis Ninglang besuchen, wo er auch Gitarrenunterricht erhält. Ein kleiner, aber entscheidender Schritt in Richtung seines großen Traums. Seine Gedanken und Erlebnisse hält er in Tagebüchern fest. Diese leisen, poetischen Texte ziehen sich wie ein roter Faden durch die Dokumentation und eröffnen den Blick in die innere Welt eines Jungen, der zwischen Einsamkeit und Sehnsucht, Hoffnung und Zuversicht seinen eigenen Weg sucht.

Sendungsinfos

Regie: Shosh Shlam Untertitel, Stereo
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