ARTE
ARTE Mi. 25.03.
Doku
Waltz weiß, wie man einen glaubwürdigen und beunruhigenden Bösewicht spielt, aber auch durchaus sympathische Charaktere wie den Bonvivant Dusan in "Downsizing". ORF
Christoph Waltz in "Downsizing" ORF
Waltz überzeugt im Film "Kopfstand" in der Rolle eines depressiven Jugendlichen. Sein Interesse an komplexen Charakteren wird schon hier deutlich. ORF
"Downsizing"-Regisseur Alexander Payne erzählt uns, dass er sich Waltz in dieser Rolle ursprünglich überhaupt nicht vorstellen konnte. ORF
Christoph Waltz in der ORF-Kindersendung "Am Dam Des" im Jahr 1977. Es ist sein erster Fernsehauftritt. Seine Musikalität wird im Laufe seiner Karriere immer wieder durchscheinen. ORF
Die österreichische Schauspielerin Erni Mangold war einst Lehrerin von Christoph Waltz und erinnert sich, dass er ein ordentlicher, unrebellischer, feiner junger Mann war. ORF

Christoph Waltz

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Der Charme des Bösen

  • A 2020
  • 51'
Künstlerporträt Christoph Waltz, der Bösewicht mit dem freundlichen Gesicht, ist aus der internationalen Kinolandschaft nicht mehr wegzudenken. Der Durchbruch gelang ihm mit Darstellungen als SS-Standartenführer und Kopfgeldjäger in Filmen von Quentin Tarantino. Seine charmante Darstellung des Bösen bricht mit allen Klischees und verschafft ihm zweimal den Oscar. Gemeinsam mit der Filmexpertin Gabi Flossmann geht der Regisseur und Produzent Kurt Mayer der schauspielerischen Entwicklung des Ausnahmetalents nach. Außerdem beleuchten sie sein bisher unter Verschluss gehaltenes Privatleben - in diesem ersten umfassenden Fernsehporträt über den Ausnahmeschauspieler.

Inhalt

Es gab eine Zeit, da kannte man sein markantes Gesicht vorwiegend aus Fernsehfilmen. Dann entdeckte ihn Quentin Tarantino für Hollywood. Ab dann ist Christoph Waltz weltberühmt, ein Star. Nur allzu gern wird er allerdings auf Malefiz-Figuren aller garstigen Schattierungen reduziert. In diesem ersten umfassenden Fernsehporträt von Christoph Waltz gehen der Regisseur und Produzent Kurt Mayer und die langjährige Hollywood-Korrespondentin Gabriele Flossmann der schauspielerischen Entwicklung, aber auch den persönlichen Seiten des Ausnahmetalents nach. So weiß etwa kaum jemand, dass Waltz und Michael Haneke denselben - nicht unbekannten - Stiefvater haben und daher sozusagen Halbbrüder sind. Bedeutende berufliche Wegbegleiter orchestrieren Waltz' Werdegang. Eingebettet in zahlreiche Filmausschnitte stellt sich heraus, dass Waltz nicht nur im Bühnenfach des Bösewichtes brilliert. Präzision und Handwerkskunst, trockener Humor und Sprachtalent sind es, die ihn schließlich vom Wiener Reinhardt-Seminar nach Hollywood bringen, in einem "overnight success after thirty years". Seine gegen alle Klischees gebürstete Darstellung verleiht den Figuren besonders Tiefe. Ihnen zu folgen bereitet diabolisches Vergnügen. Der Mensch hinter den ikonischen Figuren seines Schaffens hält sich bedeckt. Seine öffentlichen Auftritte sind rar. Ausschnitte aus seinen ersten Filmauftritten sowie aus dem noch unveröffentlichten neuen James-Bond-Film "Keine Zeit zu sterben" veranschaulichen das breite Spektrum des zweifachen Oscargewinners. Doch ganz so einfach ist Christoph Waltz nicht zu fassen ...

Sendungsinfos

Regie: Kurt Mayer Stereo
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