ARTE
ARTE Mi. 22.04.
Doku
Mit mehr als 300 brütenden Paaren kehrt der einst fast verschwundene Krauskopfpelikan ins Donaudelta zurück. WDR
Mehr als 320 Vogelarten sind im Donaudelta nachgewiesen, darunter etwa die schillernde Blauracke. WDR
Zwischen Sümpfen, Dünen und Steppen finden sich Würfelnattern, Sandboas, Ziesel und die verwilderten Pferde von Letea, deren Ursprung bis ins 17. Jahrhundert reicht. WDR
Am Rande Europas endet die Donau in einem 5.800 Quadratkilometer großen Delta, einem der wildesten und zugleich fragilsten Naturräume des Kontinents. WDR
Das Donaudelta ist ein außergewöhnliches und artenreiches Ökosystem. Doch zunehmender Tourismus und Überweidung belasten die sensiblen Lebensräume und zerstören beispielsweise die Brutplätze der Pelikane. WDR

Das Donaudelta

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Naturparadies am Rande Europas

  • D 2025
  • 43'
Landschaftsbild Das Donaudelta, 5.800 Quadratkilometer groß und kaum besiedelt, zählt zu Europas artenreichsten Landschaften. Mehr als 320 Vogelarten leben hier, darunter große Kolonien von Pelikanen. Zwischen Sümpfen, Dünen und Steppen finden sich Würfelnattern, Sandboas, Ziesel und verwilderte Pferde. Eine faszinierende, wilde Landschaft - und ein Naturparadies unter Druck.

Inhalt

Am Rande Europas endet die Donau in einem 5.800 Quadratkilometer großen Donaudelta, einem der wildesten und zugleich fragilsten Naturräume des Kontinents. Wo Wasserarme, Sümpfe, Dünen und Steppen ineinandergreifen, hat die geringe Besiedlung ein außergewöhnliches Ökosystem bewahrt. Mehr als 320 Vogelarten sind hier nachgewiesen. Besonders eindrucksvoll: die riesigen Kolonien der Rosapelikane mit bis zu 19.000 Brutpaaren. Auch der einst fast verschwundene Krauskopfpelikan kehrt zurück - gut 300 Paare brüten heute wieder im Delta. Doch das Naturparadies steht unter Druck. Die verwilderten Pferde von Letea, deren Ursprung bis ins 17. Jahrhundert reicht, sowie freilaufende Rinder und zunehmender Tourismus belasten die sensiblen Lebensräume. Überweidete Flächen und zerstörte Bodenbruten, etwa von Säbelschnäblern, sind die Folge. EU-Subventionen pro Tier verstärken den Trend - ein Konflikt zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Not in einer strukturschwachen, schlecht zu erreichenden Region. Doch gleichzeitig fasziniert die Artenvielfalt: Würfelnattern jagen in den Uferzonen, Sandboas graben sich gegen die Hitze der Dobrudscha ein, Ziesel spielen vor Besucheraugen unter der Burg Enisala. Wie sich Naturschützer, Behörden und Landwirte einigen, entscheidet über die Zukunft eines einzigartigen Landstrichs. Das Donaudelta bleibt ein Naturjuwel - doch sein Fortbestand und seine Entwicklung ist alles andere als selbstverständlich.

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