Die verrückte Welt der Amphibien
TIERE Und wenn sie nicht gestorben sind ..., F 2026
Die verrückte Welt der Amphibien
TIERE Und sie bekamen viele, viele, viele Kinder, F 2025
ARTE
Do. 29.10.
Doku
Die verrückte Welt der Amphibien
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Und sie besiegten ihre Feinde
- F 2025
- 43'
Tiere
Seit 350 Millionen Jahren überlisten Amphibien ihre Feinde mit verblüffenden Strategien: Pfeilgiftfrösche warnen mit grellen Farben vor ihrem Gift, Glasfrösche tarnen sich durch transparente Haut, und einige Laubfrösche entkommen im Gleitflug. Andere verstecken sich in Ameisenbauten oder verteidigen ihren Nachwuchs mit ausfahrbaren Krallen.
Inhalt
Amphibien gehören zu den erfindungsreichsten Überlebenskünstlern der Erde. Seit 350 Millionen Jahren entwickeln sie Strategien, um Fressfeinden, Konkurrenten und widrigen Lebensbedingungen zu trotzen. Ihre Methoden sind so vielfältig wie effektiv - und zeigen, wie kreativ die Evolution sein kann.
Pfeilgiftfrösche etwa signalisieren mit knalligen Farben, dass sie giftig sind. Ihre Haut scheidet Toxine aus, die Angreifer abschrecken oder sogar töten. Andere Frösche nutzen eine ähnliche Taktik, ohne selbst giftig zu sein - sie imitieren einfach das Aussehen ihrer gefährlichen Verwandten und profitieren so von deren Abschreckungseffekt.
Doch nicht alle Amphibien verlassen sich auf Gift. Manche setzen auf Tarnung: Der Glasfrosch etwa ist dank seines durchsichtigen Bauchs im Blattwerk kaum zu erkennen. Andere Arten wie der Lithodytes lineatus gehen noch weiter und verstecken sich in Ameisenbauten. Sie ahmen den Geruch der Insekten nach und werden so geduldet - ein außergewöhnlicher Trick im Tierreich.
Wieder andere Amphibien haben spektakuläre Fluchtmechanismen entwickelt. Einige tropische Laubfrösche springen bei Gefahr einfach ins Leere und gleiten mit ihren Schwimmhäuten von Ast zu Ast, um Feinden zu entkommen. Der Haarfrosch wiederum fährt im Ernstfall knöcherne Krallen aus, um seinen Nachwuchs zu verteidigen - eine seltene und ungewöhnliche Verteidigungsstrategie.
Auch bei der Fortpflanzung zeigen Amphibien erstaunliche Anpassungen. Männchen liefern sich Gesangsduelle, um Weibchen zu beeindrucken, oder täuschen Rivalen mit raffinierten Tricks. Einige Arten legen ihre Eier in wassergefüllten Baumhöhlen ab, um sie vor Fressfeinden zu schützen. Doch gegen einen Feind können all diese Strategien nichts ausrichten: den Menschen.
Sendungsinfos
Regie: Marion de Bonnières
Stereo