ARTE
ARTE Do. 29.10.
Doku
Seit 350 Millionen Jahren besiedeln Amphibien nahezu alle Lebensräume der Erde und trotzen dabei auf unterschiedliche Art dem Tod. ARTE
Amphibien besitzen eine unter Wirbeltieren seltene Superkraft: Sie können die Grenzen zwischen Leben und Tod nach hinten verschieben und selbst die extremsten Situationen überdauern. ARTE
Superkraft Regeneration: Axolotl bilden beim Verlust von Körperteilen Zellknospen aus, die innerhalb weniger Wochen Gewebe, Nerven, Knochen und Haut nachwachsen lassen. ARTE
Der Waldfrosch, auch "Eisfrosch" genannt, trotzt dem Polarwinter, indem er einen Teil seiner Körperflüssigkeiten einfrieren lässt. ARTE

Die verrückte Welt der Amphibien

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Und wenn sie nicht gestorben sind ...

  • F 2026
  • 43'
Tiere Seit 350 Millionen Jahren trotzen Amphibien auf unterschiedliche Art dem Tod. Manche von ihnen regenerieren sich: Beim Salamander und vor allem beim Axolotl wachsen Beine, Schwanz, Nerven, Haut und sogar Organe nach. Andere gewinnen Zeit, indem sie ihr Leben eine Weile aussetzen.

Inhalt

Seit 350 Millionen Jahren besitzen Amphibien eine unter Wirbeltieren seltene Superkraft: Sie können die Grenzen zwischen Leben und Tod nach hinten verschieben. Amphibien entstanden, als sich die Fluten zurückzogen und bestimmte Wassertierarten zu Landwirbeltieren wurden. Seitdem sind sie in beiden Habitaten zu Hause und besiedeln nahezu alle Lebensräume. Um zu überdauern, haben manche Lurcharten lebensverlängernde Fähigkeiten entwickelt. Der Waldfrosch, auch "Eisfrosch" genannt, trotzt dem Polarwinter, indem er ein Drittel seiner Körperflüssigkeiten einfrieren lässt: Seine Leber setzt Glukose frei, die wie ein Frostschutzmittel wirkt, und seine Lebensfunktionen kommen zum Stillstand, bis der Frosch im Frühling nach stundenlangem Auftauen zum Leben zurückkehrt. Bei den tropischen Fröschen trotzen einige Arten dem gegenteiligen Extrem: Den Warzigen Makifrosch bewahrt eine aus Hautdrüsen gebildete wachsartige Schutzschicht vor Austrocknung. Doch die beeindruckendste Superkraft ist die Regeneration. Salamander können zwar nicht durchs Feuer gehen, doch manche von ihnen können Gliedmaßen nachwachsen lassen; und der Axolotl, in Mexiko die Verkörperung des Gottes Xolotl, geht noch weiter: Beim Verlust von Körperteilen bilden die Zellen eine Blastem genannte Knospe, die Gewebe, Nerven, Knochen und Haut neu programmiert, um innerhalb weniger Wochen zum Beispiel ein Bein nachzubilden. Die Wissenschaft träumt davon, dieses Wunder zu entschlüsseln, während andere versuchen, daraus Jungbrunnen-Elixiere zu gewinnen.

Sendungsinfos

Regie: Stéphane Jacques Stereo
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