ARTE
ARTE Fr. 21.08.
Doku
Die Bäuerin Dechen ist zu allem bereit, um die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren und ihnen zu ermöglichen, gleichberechtigte Bürger Indiens zu werden. ARTE F
Einst lebten sie als freie Bauern in den abgelegenen Dörfern im indischen Teil des Himalaja. Heute schuften sie alle auf der Großbaustelle für die neue Straße in Zanskar, die bald die beiden Seiten ihres Tals miteinander verbinden soll. ARTE F
Beim Bau einer Militärstraße im Lungnak-Tal, im indischen Teil des Himalajas, müssen alle Frauen und Männer mitarbeiten. ARTE F
Im Lungnak-Tal, einem der abgelegensten Täler im indischen Teil des Himalaja-Gebirges: Eine Militärstraße wird gebaut - alle Frauen und Männer aus den umliegenden Dörfern müssen auf der Baustelle mitarbeiten. ARTE F

Eine Straße im Himalaya

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2025
  • 85'
Dokumentation Im abgelegenen Lungnak-Tal im indischen Himalaya wird eine Straße gebaut, die das Leben der Menschen grundlegend verändern wird. Viele arbeiten bereits auf der Baustelle und geben dafür Felder und Viehhaltung auf. Vor allem die Frauen tragen eine doppelte Last. So entsteht ein ebenso eindringliches wie mitunter humorvolles Porträt einer Gemeinschaft im Umbruch.

Inhalt

Im abgelegenen Lungnak-Tal im indischen Himalaya kündigt sich ein tiefgreifender Wandel an: Eine von der indischen Armee gebaute Straße soll das bislang schwer zugängliche Tal an die Außenwelt anbinden. Für die Bewohnerinnen und Bewohner ist dieses Projekt Verheißung und Bedrohung zugleich. Es verspricht Arbeit, Einkommen und neue Möglichkeiten - zugleich gerät eine Lebensweise ins Wanken, die seit Generationen von Landwirtschaft, Viehhaltung und dem Rhythmus der Natur geprägt ist. Viele Frauen und Männer aus den umliegenden Dörfern arbeiten bereits auf der Baustelle. Sie sprengen Fels, zerschlagen Steine und ebnen das Gelände. Um den Lohn zu verdienen, haben viele einen Teil ihrer Felder und Herden aufgegeben. Besonders schwer tragen die Frauen die Folgen dieser Umbrüche: Nach der Arbeit kümmern sich viele von ihnen bis spät in die Nacht um ihre Yaks, treiben sie auf die Hochweiden, melken sie und schlafen nur wenige Stunden, bevor sie im Morgengrauen auf die Baustelle zurückkehren. Zehn Jahre nach ihrem ersten Aufenthalt kehrt die Anthropologin und Regisseurin Marianne Chaud in die entlegene Gebirgsregion zurück. Mit großer Vertrautheit begleitet sie den Alltag der Menschen und fängt die Widersprüche eines Lebens im Umbruch ein. Im Zentrum steht die Bäuerin Dechen, die ihren Kindern durch Bildung neue Perspektiven eröffnen will, Norbu, der als Sprengmeister täglich sein Leben riskiert, Lhamo, die sich zwischen Baustelle und Viehhaltung bis zur Erschöpfung verausgabt, und Großvater Tashi, der die Veränderungen in seinem Dorf mit Sorge und feinem Humor beobachtet. So entsteht das eindringliche Porträt einer Gemeinschaft zwischen Hoffnung, Anpassung und Verlust.

Sendungsinfos

Regie: Marianne Chaud Untertitel, Stereo
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