ARTE
ARTE Fr. 21.08.
Film
Um die Arbeit der Polizei unterstützen zu können, sitzt das traumatische Erlebnis bei Maxi (Luna Wedler) noch zu tief. Auch ihr Vater (Milan Peschel) kann sie nicht beruhigen. WDR
Nach dem Attentat versucht Maxi (Luna Wedler), der Realität zu entfliehen. Doch Musik hören und durch Berlin laufen ist auf Dauer keine Lösung. WDR
Um wieder ein normales Leben führen zu können, muss bei Maxi (Luna Wedler) schleunigst eine Veränderung her. Die Polizei kann ihr dabei allerdings nicht helfen. WDR
Während Europa sich immer weiter spaltet, kommen sich Maxi (Luna Wedler) und Karl (Jannis Niewöhner) immer näher. WDR
Karl (Jannis Niewöhner) begeistert mit seinen Reden die Jugend. Er ruft dazu auf, die europäische Identität zu schützen ? aber was bedeutet das in seinen Augen? WDR
Die junge und dynamische Odile Duval (Fleur Geffrier) erhält mit ihren zugespitzten Darstellungen große Unterstützung in Frankreich und kann sogar das Referendum über die Todesstrafe für sich entscheiden. WDR
Maxi (Luna Wedler) und ihr Vater Alex (Milan Peschel) trauern um den Verlust der restlichen Familie. Reicht ihr gegenseitiger Trost aus, um wieder ein normales Leben führen zu können? WDR
Die Anführer der Jugendbewegung sind nicht so, wie sie sich nach außen präsentieren. Hinter verschlossenen Türen herrscht ein ganz anderer Ton. WDR

Je suis Karl

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • B, D, F 2020
  • 115'
Drama Ein Bombenattentat zerreißt Maxis leben. In ihrer Trauer lernt sie Karl kennen, der ihr Halt verspricht. Doch es zeichnet sich ab, dass Karl nicht der ist, für den er sich ausgibt. "Je suis Karl" zeigt, wie rechtsextreme Bewegungen Traumata und gesellschaftliche Ängste nutzen, um junge Menschen für ihre Ideologie zu gewinnen. Ein politisches Drama von Christian Schwochow.
Mit Luna Wedler, Jannis Niewöhner, Milan Peschel, Edin Hasanovic, Anna Fialová, Fleur Geffrier, Aziz Dyab, Mélanie Fouché

Inhalt

Es ist zwei Jahre her, dass Familie Baier dem jungen Libyer Yusuf bei seiner Flucht nach Deutschland geholfen hat. Als nun Vater Alex ein Paket für die Nachbarin annimmt, explodiert es in der Wohnung; Mutter Inès und die beiden kleinen Zwillingssöhne werden Opfer der Tragödie. Schwer traumatisiert überleben Alex und die 20-jährige Tochter Maxi. Eines Tages lernt Maxi Karl kennen, einen charismatischen jungen Mann, der sie vor aufdringlichen Journalisten rettet. Karl lädt sie zum Treffen einer europäischen Jugendbewegung in Prag ein. Das kommt Maxi gerade recht, denn in Berlin erinnert sie alles an den Verlust ihrer Familie. Bald darauf findet sich Maxi in Prag in einem Umfeld wieder, in dem ihr scheinbar alle den Trost spenden, den sie braucht. Anfangs traut sie der politischen Bewegung, die sich nicht klar einordnen lässt, noch nicht ganz, doch schnell verliebt sie sich in Karl und folgt ihm blind. Sie begleitet ihn auf eine Reise nach Frankreich, die seinen politischen Erfolg festigen soll. Während Maxi immer tiefer in die Fänge eines identitären, rechtsextremen Milieus gerät, macht sich ihr Vater, verzweifelt in Sorge um seine Tochter, auf die Suche nach ihr. Es stellt sich bald heraus: Das Bombenattentat in Berlin war erst der Anfang ... Christian Schwochow ("Bad Banks") inszenierte mit "Je suis Karl" einen Film über die Anziehungskraft junger, rechter, identitärer Bewegungen in Zeiten von Social Media.

Hintergrund

Der Titel "Je suis Karl" nimmt Bezug auf das Jahr 2015, als ein islamistisches Attentat auf die französische Satirezeitschrift "Charlie Hebdo" die Welt erschütterte. Regisseur Christian Schwochow thematisierte Faschismus bereits 2016 in "Mitten in Deutschland: NSU". Beim Deutschen Filmpreis 2021 war "Je suis Karl" als bester Film nominiert und brachte Luna Wedler, Jannis Niewöhner und Milan Peschel jeweils Nominierungen für ihre schauspielerischen Leistungen in Haupt- und Nebenrollen ein.

Sendungsinfos

Darsteller: Luna Wedler, Jannis Niewöhner, Milan Peschel, Edin Hasanovic, Anna Fialová, Fleur Geffrier, Aziz Dyab, Mélanie Fouché Regie: Christian Schwochow Drehbuch: Thomas Wendrich Musik: Tom Hodge & Floex Kamera: Frank Lamm Produzent: Christoph Friedel, Claudia Steffen Untertitel, Hörfilm, Stereo
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