ARTE
ARTE Mi. 17.06.
Doku
Eine Gasfackel brennt nahe dem westsibirischen Nowy Urengoi (Russland) neben Gasbohranlagen des russischen Gasmonopolisten Gazprom. WDR
Gazprom-Logo WDR
Symbolische Inbetriebnahme der Ostseepipeline Nord Stream 1 im Jahr 2011 mit u. a. Gerhard Schröder (li.), François Fillon (2.v.l.), Angela Merkel (4.v.l.), Mark Rutte (5.v.l.) und Dmitri Medwedew (6.v.l.) WDR
Gazprom-Chef Alexej Miller und Gerhard Schröder während einer Veranstaltung zur zukünftigen Zusammenarbeit mit China im Juni 2010 in Sankt Petersburg WDR
Der damalige russische Ministerpräsident Wladimir Putin (li.), Gazprom-Chef Alexej Miller (2.v.l.) und der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (3.v.l.) schauen, wie viel Gas durch die Ostsee nach Deutschland strömt. WDR
Blick auf das Lakhta Centre, den Sitz des russischen Gasmonopolisten Gazprom in Sankt Petersburg WDR

Gazprom - Die perfekte Waffe

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2022
  • 90'
Dokumentation Der Krieg in der Ukraine hat den Blick vieler europäischer Länder auf Russlands Politik verändert. Plötzlich wurde klar, wie abhängig sie sich über Jahrzehnte von russischen Gasimporten gemacht haben. Auch Deutschland gehört dazu. Erst nach der Invasion realisierte die Bundesregierung, dass Russland Gas seit langem als Waffe einsetzt, um Staaten seinen Willen aufzuzwingen.

Inhalt

Die Dokumentation "Gazprom - Die perfekte Waffe" zeigt, wie Deutschland derartig abhängig vom russischen Gas werden konnte. Schuld war nicht eine Partei oder ein Akteur - eine große Koalition stand hinter dem Geschäft. Eine Koalition mit der deutschen Chemieindustrie. Hochrangige Gesprächspartner erzählen in "Gazprom - Die perfekte Waffe", warum Deutschland immer mehr russisches Gas kaufte, während gleichzeitig die russische Außenpolitik immer aggressiver wurde, Wladimir Putin Dissidenten ermorden und Nachbarstaaten überfallen ließ. Vor allem aber spielte das Gas in der Ukraine immer wieder eine zentrale Rolle. In der Dokumentation erzählt der ehemalige BASF-Chef Jürgen Hambrecht, der die Pipeline Nord Stream wesentlich vorantrieb, wie Verträge mit Gazprom zustande kamen. Der ukrainische Gasmanager Andriy Kobolyev und der ehemalige polnische Außenminister Radek Sikorski berichteten, wie sie Deutschland über Jahre vergeblich vor Gazprom warnten. Der Film zeigt exklusive Aufnahmen, die über Jahre auf den Gasfeldern und in der Zentrale von Gazprom entstanden sind - während bereits die Vorbereitungen auf den Krieg liefen. So entsteht die Chronik einer angekündigten Katastrophe.

Sendungsinfos

Regie: Anna Sadovnikova, Dirk Laabs Untertitel, Hörfilm, Stereo
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