ARTE
ARTE Do. 28.05.
Doku
Salome Tsiskarauli (re.) arbeitet in einem Kulturzentrum in Tiflis und restauriert den Wehrturm ihrer Familie. NDR
Das Festungsdorf Schatili diente im Mittelalter der Landesverteidigung. Über 60 Wehrtürme haben Georgien nach Nordosten hin gesichert. NDR
Die Ranger suchen Schutz in einer Hütte: Sie stoßen traditionell mit selbst gebranntem Schnaps auf die Fertigstellung der Brücke an, die durch ein schweres Unwetter zerstört worden war. NDR
Diese Aussicht dürfen die Pferdeherden des Nomaden Giga Charkelauri jeden Sommer genießen: Weit oben im Kaukasus bringen sie auch ihre Fohlen zur Welt. NDR
Nur wenige Straßen führen durch Chewsuretien - das Land der Schluchten, bis heute die am schwersten zugängliche Bergregion im Norden Georgiens. NDR
Die Ranger rund um Tengiz Zviadauri (Mi.) schützen die Natur im Park und die Brücken. Viele Brücken wurden durch ein Unwetter zerstört. NDR
Die Urenkeltochter Gvantsa Tsiklauri (re.) ist für ein religiöses Fest zu Besuch bei ihrer Uroma Sandua (li.) und ihrem Opa Paata Tsiklauri (Mi.). NDR

Georgiens Nationalparks

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Durch die Bergdörfer im Kaukasus

  • D 2022
  • 43'
Natur und Umwelt Chewsuretien liegt im Nordosten Georgiens an den Hängen des Kaukasus. Der Name Chewsureti bedeutet "Land der Schluchten". Die Region ist eine der abgelegensten Bergprovinzen in Georgien und die Natur dadurch unberührt geblieben. Die Bergdörfer liegen teilweise in atemberaubenden Lagen. Eine Straße gibt es erst seit ein paar Jahren. Viele alte Festungen und Wehranlagen sind erhalten, beispielsweise die Festung von Schatili. Historisch werden die Chewsuren seit dem 14. bis 15. Jahrhundert als treue Wächter der nördlichen Grenzregionen erwähnt.

Inhalt

Abgelegen und ursprünglich ist es in Pschaw-Chewsuretien. Solche Flecken sucht man im restlichen Europa vergeblich. Nicht einmal 3.000 Menschen leben in dieser einsamen Bergregion. Bis ins vergangene Jahrhundert kamen kaum Fremde bis hierher. In den schwer zugänglichen Gebirgstälern mischen sich Traditionen aus christlicher und heidnischer Zeit. Wie in Amgha, dem letzten Dorf vor dem Grenzgebirge. Hier lebt Paata Tsiklauri allein mit seiner Mutter. Seine Kinder sind in den 1990er Jahren weggezogen - seitdem verfällt das Dorf. Aber einmal im Jahr kehrt Leben in Amgha ein: zum Atengenoba-Fest. Das Fest steht für das Miteinander. Im Bergdorf Pschawi huldigen die Männer dem Schutzgott der Krieger. Zu jedem Fest gehört Khridoli - eine uralte Kampfkunst, die hauptsächlich hier verbreitet ist. Damit kein Feind ins Landesinnere dringt, mussten besonders die Bergbewohner ihre Heimat schützen. So ist auch das Dorf Schatili im Mittelalter entstanden, nur vier Kilometer von der russischen Grenze entfernt. Es steht für die einzigartige chewsuretische Architektur- und Baukunst. Schatili ist als Festung in den Berghang hineingebaut: 60 Wehrtürme haben das Land nach Nordosten hin gesichert. Tiefe Schluchten, weiße Gipfel, grüne Bergwiesen und tosende Bäche: Die Dörfer liegen inmitten der eindrucksvollen Natur des Hochgebirges mit seinen zum Teil über 5.000 Meter hohen Gipfeln. In dieser Region gibt es Bräuche und Traditionen, die es nirgendwo sonst gibt. Die Menschen sind mit ihrem Land und ihrer Lebensart seit Generationen verwurzelt.

Sendungsinfos

Regie: Manuel Daubenberger, Katja Runge, Felix Meschede Untertitel, Stereo
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