ARTE
ARTE Mo. 02.03.
Doku
Daniel Hope (re.) und Benjamin Wallfisch (li.): Wallfisch ist ein Komponist, der sich sehr in der Tradition der frühen Emigranten sieht. Er erzählt von ihren Einflüssen. WDR
Daniel Hope und Grace Fong spielen Eric Zeisls "Menuhim's Song" aus seiner Oper "Hiob", in der es um erzwungene Immigration geht. Die Besonderheit: Sie spielen in dem Haus, das Thomas Mann im Zweiten Weltkrieg als Refugium diente. WDR
Daniel Hope macht eine Reise in die Vergangenheit und nach Los Angeles. Dabei untersucht er, welchen Einfluss jüdische zugewanderte Künstler auf die Filmmusik Hollywoods hatten. WDR
Der Geiger Daniel Hope und die Pianistin Grace Fong WDR

Hope on the Road

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Daniel Hope auf der Suche nach dem Hollywood-Sound

  • D, USA 2023
  • 52'
Dokumentation Geiger Daniel Hope begibt sich gerne auf Spurensuche: Er macht sich auf zu einer Reise in die Vergangenheit und nach Los Angeles - ein weiter Weg von Europa, den viele jüdische Künstler nach der Machtergreifung der Nazis nehmen mussten. Doch für die Entwicklung Hollywoods war diese Zuwanderung von entscheidender Bedeutung: Komponisten wie Erich Wolfgang Korngold, Franz Waxman und Miklós Rózsa prägten jahrzehntelang die Filmmusik als Kunstform. Bei seinem Roadtrip spielt der international gefeierte Geiger Daniel Hope an legendären Orten große Soundtracks und besucht Filmkomponisten von heute.

Inhalt

Der Tonfilm hatte Hollywood neu belebt. Zuvor lag die Musik oft wie eine Tapete über der gefürchteten Stille des Films. Jetzt wurde sie selbst zu einem wichtigen und kreativen Element, das die Handlung maßgeblich stützt. 1933 unterlegte der gebürtige Wiener Max Steiner "King Kong und die weiße Frau" erstmals Dialoge mit eigener Musik. Von nun an sollte sie Emotionen formen und aufladen - die Blaupause dafür wurde in dieser turbulenten Zeit geschaffen. Unter den jüdischen Komponisten, die spätestens zu Beginn des zweiten Weltkriegs in die Vereinigten Staaten gingen, waren mehrfache Oscar-Preisträger: Erich Wolfgang Korngold, geboren in Brünn/Brno, heute Tschechien ("Robin Hood - König der Vagabunden", "Ein rastloses Leben"), Franz Waxman, geboren in Königshütte/Chorzów, heute Polen ("Boulevard der Dämmerung", "Ein Platz an der Sonne") und Miklós Rózsa, geboren in Budapest, Ungarn ("Ich kämpfe um dich", "Ein Doppelleben", "Ben Hur"). Jahrzehntelang prägten sie die Filmmusik als große Kunstform. Daniel Hope trifft in der Dokumentation Komponisten wie Thomas Newman und Ben Wallfisch, die von früheren Emigranten geprägt wurden. Und er präsentiert legendäre Soundtracks auf seiner Violine - an Orten, die in die Geschichte eingegangen sind: Im Haus von Thomas Mann, in den Exilarchiven der Universität von Kalifornien und im alten MGM-Tonstudio. Hier wurden Klassiker wie "Ben Hur" und "Vom Winde verweht" aufgenommen.

Sendungsinfos

Regie: Rob Alexander VPS: 02.03.2026 00:00, Untertitel, Stereo
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