ARTE
ARTE Sa. 19.09.
Doku
Lange galt: Frauen interessieren sich mehr fürs Häusliche, Männer für Naturwissenschaft. RBB
Im 20. Jahrhundert schrieben Forscherinnen und Forscher dem Testosteron alle möglichen männlichen Verhaltensweisen zu: Aggressivität, Risikofreude, Dominanzverhalten. Neuere Studien widerlegen das. RBB
Im 19. Jahrhundert kastrierte der deutsche Arzt Arnold Berthold Hähne für die Hormonforschung. RBB
Nachgestellte Studie: Wie beeinflusst Fürsorge den Testosteronlevel? RBB
Die Transmänner Luca Pfeiffer, Luca Klein und Mats Hennes (v.l.) erzählen, wie sie und ihr Verhalten sich seit der Einnahme von Testosteron verändert haben. RBB
Verhaltensneurowissenschaftlerin Melissa Hines (li.) und Studentin vor Hirnscans (re.), Universität Cambridge, Großbritannien RBB

Im Reich der Hormone - Mythos und Wirklichkeit

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2022
  • 53'
Dokumentation Hormone - ohne sie würde in unserem Körper gar nichts gehen: Die Botenstoffe steuern unsere körperliche und seelische Verfassung. Neue Studien belegen, wie komplex der Zusammenhang zwischen Hormonen, Gefühlen und Verhalten in Wirklichkeit ist. Überraschenderweise wird nämlich offenbar auch die körpereigene Hormonproduktion vom Verhalten eines Menschen beeinflusst.

Inhalt

Fühlen und denken Männer anders als Frauen? Noch immer hält sich das Klischee, dass Männer eher technikbegeistert oder durchsetzungsstark sind, Frauen hingegen besonders fürsorglich. Doch lässt sich das wissenschaftlich beweisen? Beeinflussen Hormone wie Testosteron und Oxytocin die Gehirne und damit das Verhalten von Frauen und Männern unterschiedlich? Die Dokumentation überprüft gängige Stereotype und fragt, wieso falsche Vereinfachungen sich so hartnäckig in den Köpfen halten. Noch immer wird mit dem Hormon Testosteron erklärt, warum Männer vermeintlich risikofreudiger sind und Frauen sich mit Führungspositionen angeblich schwertun. In den letzten Jahren haben Forscherinnen und Forscher in interdisziplinären Studien verblüffende neue Erkenntnisse gewonnen. Geschlechtsspezifische Trennlinien lassen sich längst nicht so klar ziehen wie lange gedacht. Hormone sind komplexer und diverser als weithin angenommen.

Sendungsinfos

Regie: Patricia Corniciuc Untertitel, Stereo
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