ARTE
ARTE Do. 05.03.
Doku
Beim Tanzen lassen sich Geschichten auf ganz andere Weise erzählen: Ideh Abootalebis Choreographie nutzt dafür einen Koffer. SWR
Die jungen Tänzerinnen und Tänzer, wie hier Donya Rohani, entwickeln Choreographien über sehr persönliche Fragen und Themen. SWR
Sexualität, Glauben, Gesellschaft, Feminismus: Diese Themen verarbeiten die jungen Tänzerinnen und Tänzer in ihren Choreographien. SWR
Die junge Tanzgeneration entdeckt die Geschichte der Scheherazade in ""1001 Nacht"". SWR
Das Ehepaar Ahmadzadeh war an den Anfängen des iranischen Nationalballetts beteiligt. Später sind die beiden nach England emigriert. SWR
Die jungen Tänzerinnen und Tänzer in ihrem geheimen Studio in Teheran SWR

Iran tanzt - Verborgen und vergessen

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D, IR 2020
  • 53'
Dokumentation Das Wort "Tanz" darf man im Iran nicht einmal aussprechen. Aber das hindert junge Menschen in Teheran nicht daran, in einem Kellerstudio mit ihren Körpern nach Ausdrucksformen zu suchen, die ihre Befindlichkeiten, ihre Nöte erzählen. Sie tanzen ihre Träume. Von der faszinierenden Geschichte des Balletts in ihrem Land erfahren sie erst durch die Filmemacherin Sarvnaz Alambeigi. Sie will versuchen, die ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer des Nationalballetts aufzuspüren, die die Revolution von 1979 ins Exil getrieben hat. Es beginnt eine Spurensuche vom heutigen Iran ins Persien von gestern, bei der Sarvnaz auf Menschen trifft, deren Vergangenheit wie ein Märchen aus "1001 Nacht" klingt.

Inhalt

1979 erreichte die Islamische Revolution im Iran ihren Höhepunkt. Die Menschen hatten genug vom alten Regime und hofften auf Demokratie und Freiheit, der Schah verließ das Land und die Islamische Republik Iran wurde ausgerufen. Nur ein Jahr später wurde das renommierte iranische Nationalballett mit seinen 51 Tänzerinnen und Tänzern aufgelöst. Fast alle verließen daraufhin das Land. Heute ist Tanzen im Iran eine schwierige Angelegenheit: In der Öffentlichkeit ist es verboten, es gibt keine Tanzschulen. Aber junge Menschen, die dafür brennen, bringen es sich selbst bei und treffen sich dafür an verborgenen Orten. Die Filmemacherin Sarvnaz Alambeigi sieht darin eine Idee für ein Filmprojekt: Sie will versuchen, die ehemaligen Tänzerinnen und Tänzer von vor 1979 aufzuspüren und sie mit der jungen Generation zusammenzubringen. Es folgt eine Spurensuche in Holland, England und den USA. Sarvnaz trifft auf Erstaunen, Misstrauen darüber, dass junge Tänzer auf ihre Weise die Tradition fortsetzen. Nur das damals jüngste Mitglied des Teheraner Balletts - heute Bühnentechniker am Scapino Ballett Rotterdam - will schließlich ein Treffen möglich machen. Derweil erarbeiten die jungen Tänzerinnen und Tänzer kleine Szenen, die Einblick in ihre Fragen zu Glauben, Gesellschaft oder Sexualität geben. Schließlich erhalten sie eine Einladung aus Rotterdam, die der Schritt vom Dunkel ins Licht werden soll. Aber da platzt die Weltpolitik dazwischen, Visa werden nicht erteilt und aus einem großen Auftritt wird nur eine kleine Begegnung. Trotzdem: Sie werden weiter ihre Träume tanzen und die Grenzen mit der Kunst überwinden.

Sendungsinfos

Regie: Sarvnaz Alambeigi Stereo
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