ARTE
ARTE Di. 29.09.
Doku
LVMH hat den Ruf eines Finanzhais, der Unternehmen übernimmt und sie durch Marketing zu begehrten Marken macht. ARTE F
Am 21. Mai 2025 befragte der französische Senat Bernard Arnault (Mi.), Vorstandsvorsitzender von LVMH, im Rahmen einer Anhörung der Untersuchungskommission zu staatlichen Beihilfen für Unternehmen. ARTE F
In der westlichen Konsumkultur spielen Luxusgüter eine zentrale Rolle: Louis-Vuitton-Werbung in New York. ARTE F
Bernard Arnault und seine Ehefrau Hélène Mercier im Élysée-Palast in Paris ARTE F

Louis Vuitton, das Imperium der Luxusmacher

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • 2. Folge
  • F 2024
  • 61'
Dokumentation Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton weit mehr als ein Luxusimperium: Es ist ein Staat im Staate mit immenser Macht. Der Gruppe gehört die Zeitung Les Échos und sie unterhält enge Verbindungen zur Politik. Mit mehr als 75 Marken und unzähligen Immobilien ist Bernard Arnaults Familienholding in Paris allgegenwärtig.

Inhalt

Die zweite Folge der Dokumentation zeigt, wie LVMH Moët Hennessy Louis Vuitton von der weltweiten Nummer eins im Luxussegment zum scheinbar allmächtigen Player in Politik, Finanzwesen und Medienwelt aufstieg. Der Beginn des 21. Jahrhunderts ist eine Zeit der ungezügelten Finanzmärkte, des Freihandels, des explodierenden Reichtums. Eine Welt ohne Grenzen - wie geschaffen für Bernard Arnault. Sein Konzern setzt auf aggressive Expansion und zieht selbst aus vermeintlichen Niederlagen immense Gewinne. Sogar die Finanzkrise von 2008 wirkt als Beschleuniger. Zwischen 2010 und 2025 vervierfacht sich der Umsatz von LVMH und erreicht über 80 Milliarden Euro. Daneben erweitert das Konglomerat seine Einflusszonen. 2007 kauft Arnault, der bereits das Wirtschaftsblatt "La Tribune" besitzt, die Tageszeitung "Les Échos" zu einem überhöhten Preis - trotz des Widerstands der Redaktion. Mit zunehmender Nähe zum damaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy verschwimmen bei Arnault die Grenzen zwischen privatem und geschäftlichem Interesse. Unter Präsident Hollande kommt es im Zusammenhang mit der geplanten Reichensteuer zu Diskussionen über "Steuerpatriotismus". Die Folge enthüllt auch die Schattenseiten dieser Maschinerie: Ein System, in dem nur Rentabilität zählt, setzt seine Stardesigner unter immensen Druck. Heute ist Bernard Arnault auf dem Gipfel der Macht angekommen. Als einflussreicher Partner von Kulturinstitutionen und Großveranstaltungen wie den Olympischen Spielen 2024 in Paris spinnt sein Konzern die Fäden. Und auch die Nachfolge ist gesichert: LVMH ist eine Familienholding und Arnaults Kinder sitzen im Verwaltungsrat.

Sendungsinfos

Regie: Jennifer Deschamps Stereo
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