ARTE
ARTE Do. 10.09.
Doku
Auf einem einzigen Baum in Yaguas haben Biologen 43 verschiedene Ameisenarten identifiziert. SR
Ein Lichtblick weit über Peru hinaus: der Yaguas-Nationalpark in Amazonien SR
Nachhaltiges Wirtschaften ist für die Fischer etwas ganz Normales - sie nehmen nur, was sie unmittelbar zum Leben und Überleben brauchen. SR
Der König der Bäume in Yaguas, der Kapokbaum, wird von den Einheimischen "Lupuna" genannt. SR
Viele Tiere im Regenwald sind nachtaktiv. SR
Zwei volle Tage dauert die Reise in den entlegenen Nationalpark ? über 300 Kilometer geht es erst den Río Putumayo und dann den Río Yaguas hinauf. SR

Nationalparks der Zukunft

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Peru

  • D 2022
  • 43'
Doku-Reihe Das Regenwaldgebiet des Yaguas-Nationalparks, gelegen in der Region Loreto im Nordosten Perus, ist 8.700 Quadratkilometer groß. Für den Klimaschutz ist die Erhaltung einer derart riesigen Primärwaldfläche von großer Bedeutung. Die indigenen Gemeinden hängen wirtschaftlich von den reichen Ressourcen dieses Ökosystems ab. Daher ist der Schutz des Gebietes für sie überlebenswichtig.

Inhalt

Das Regenwaldgebiet des Yaguas-Nationalparks ist 8.700 Quadratkilometer groß - ein Vielfaches der Fläche aller Nationalparks auf dem deutschen Festland zusammengenommen. Für den Klimaschutz ist die Erhaltung einer derart riesigen Primärwaldfläche von großer Bedeutung. Yaguas liegt in der Region Loreto im Nordosten Perus. Das Gebiet gehört zum Amazonastiefland, ist sehr schwer zugänglich und extrem artenreich. Tausende unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten wurden bisher darin nachgewiesen. Seinen Namen hat Yaguas vom indigenen Volk der Yagua, die hier seit Jahrtausenden zu Hause sind. Auch der Río Yaguas ist nach ihnen benannt. Er entspringt im Nationalpark und ist einer der wenigen Flüsse, die ihren Ursprung im Amazonasbecken haben. Die indigenen Gemeinden, die an seinem Rand leben, hängen wirtschaftlich jedoch von den reichen Ressourcen dieses Ökosystems, vor allem Fisch, ab. Daher ist der Schutz des Gebietes für sie überlebenswichtig. Auch der Arapaima, einer der größten Süßwasserfische der Welt, ist im weit verzweigten Flusssystem des Yaguas beheimatet. Die Einrichtung des Nationalparks war auch ein Wunsch der indigenen Anrainergemeinden. Sie wissen, dass der Park ihre Lebensgrundlagen sichert, und hatten den peruanischen Staat 2017 dazu aufgefordert, Yaguas zum Nationalpark zu erklären, um damit der Bedrohung des Gebietes durch illegalen Holzeinschlag, Goldwaschanlagen und Drogenplantagen Einhalt zu gebieten. Aber die Kokafelder rücken immer näher an den Nationalpark heran - es ist ein Wettlauf mit der Zeit.

Sendungsinfos

Regie: Thomas Radler Untertitel, Stereo
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