ARTE
Mo. 18.05.
Doku
Re:
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Spaniens Boom dank Einwanderung
- D 2026
- 35'
Reportagereihe
In Spanien arbeiten viele Migrantinnen und Migranten ohne Status oder Papiere in den Bereichen Pflege, Landwirtschaft und Tourismus. Nun legalisiert ein Gesetz den Aufenthalt von rund 500.000 von ihnen. Mildred, Diana und Luz sind Frauen, die es geschafft haben, sich in Spanien zu behaupten. Ändert das neue Gesetz ihr Leben?
Inhalt
Mildred kam vor 15 Jahren aus Ecuador nach Spanien - auf der Suche nach Sicherheit und besseren Bildungschancen für sich und ihre Kinder. Sie reiste mit einem Touristenvisum ein und blieb. Wie viele Migrantinnen aus Lateinamerika fand sie Arbeit als Haushaltshilfe - ohne offiziellen Status und in ständiger Angst vor Abschiebung. "Es gab häufig Razzien in Diskotheken oder Nachtlokalen, wo Dokumente kontrolliert wurden. Deshalb bin ich gar nicht erst ausgegangen."
Der Dienstleistungssektor - insbesondere Tourismus, Pflege und haushaltsnahe Leistungen - zählt neben der Landwirtschaft zu den zentralen Treibern des spanischen Wirtschaftswachstums. In diesem Bereich arbeiten die meisten der lateinamerikanischen Migrantinnen, darunter auch Mildred. Inzwischen arbeitet sie offiziell als Haushaltshilfe. Ihr Aufenthaltsstatus wurde im Zuge eines Regierungsdekrets legalisiert. Eine umstrittene Entscheidung: Für die einen ist das ein längst überfälliger Schritt zu Rechten, Schutz und gesellschaftlicher Teilhabe. Für die anderen ein Signal, das neue irreguläre Migration begünstigt.