ARTE
ARTE Do. 20.08.
Doku
Bäume fungieren für die Tiere als echte soziale Netzwerke. Indem sie sich lange an ihnen reiben, hinterlassen die Bären ihren Geruch und signalisieren ihren Artgenossen ihre Anwesenheit. ARTE F
In Nordamerika sind die Grizzly-Populationen mittlerweile klein und voneinander isoliert. ARTE F
Die pelzigen Riesen sind darauf angewiesen, sich frei zu bewegen, um Partner für die Fortpflanzung zu finden. Ohne diese Begegnungen drohen die inzwischen kleinen, isolierten Grizzly-Populationen auszusterben. ARTE F
Wo einst offene Täler zwischen Wäldern und Berghängen natürliche Durchgangspunkte für die Grizzlys darstellten, legen Naturschützer heute neue Verbindungswege an. ARTE F

Rückeroberung der Rocky Mountains

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Wildkorridore für die Grizzlybären

  • F 2023
  • 43'
Natur und Umwelt Rückeroberung der Rocky Mountains: In dieser Folge - In der Paarungszeit kann ein nordamerikanischer Grizzlybär auf Partnersuche bis zu 60 Kilometer am Tag zurücklegen. Doch der Lebensraum der Bären ist zersiedelt. Weshalb sie weniger Gelegenheiten haben, neue Bekanntschaften zu machen. Kleinere und isolierte Grizzly-Populationen drohen somit auszusterben ...

Inhalt

In Nordamerika leben immer weniger Grizzlys immer weiter voneinander entfernt. Die riesigen Bären müssen weit wandern, um Partner zur Fortpflanzung zu finden. Die Rocky Mountains sind heute von Highways durchzogen, die für die Tiere lebensbedrohlich sind. Die Wanderwege der Grizzlys führten durch offene Täler zwischen Wäldern und Berghängen, in denen inzwischen Städte und landwirtschaftliche Betriebe angesiedelt sind. In einer kleinen Region an der Grenze zwischen den USA und Kanada haben Naturschützer neue Verbindungswege für die Bären geschaffen. Auf der Grundlage wissenschaftlicher Daten erstellen die Forschenden Korridore für die Tiere. Diese Korridore bieten nicht nur den Grizzlys Vorteile, sondern auch anderen gefährdeten Tierarten. Dafür spüren die Forschenden Bäume auf, an denen sich die Grizzlys reiben. Diese Bäume sind für die Bären wie soziale Netzwerke: An ihnen hinterlassen sie ihren Geruch und signalisieren Artgenossen ihre Anwesenheit. Die Forschenden statten die Bären mit GPS-Sendern aus, um deren bevorzugte Wege nachzuverfolgen und Gebiete auszumachen, in denen die Gefahr eines Zusammentreffens mit dem Menschen besteht. NGOs richten Fortbildungen für Landwirte aus, um für eine friedliche Koexistenz zwischen Bären und Menschen zu sorgen. Gemeinsam mit den Betrieben entwickeln sie Schutzmaßnahmen. Die Forschenden unterstützen eine kanadische First Nation in ihrem Kampf für den Erhalt einer Region, die für die Geschichte ihres Volks und für den Grizzly von großer Bedeutung ist. Alle Akteure dieser Schutzaktionen ernten mittlerweile die Früchte ihrer Arbeit und dürfen beobachten, wie sich kleine, vom Aussterben bedrohte Grizzly-Populationen wieder vereinen.

Sendungsinfos

Regie: Sarah Laîné Stereo
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