ARTE
ARTE Sa. 10.10.
Doku
In den nördlichsten Teilen Skandinaviens leben die Samen seit 10.000 Jahren in der Tundra. Ursprünglich waren sie nomadische Rentierzüchter, heute sind sie sesshaft. ARTE F
Pinguine können Aufschluss über Veränderungen in der Antarktis geben. Die Population dieser Eselspinguine hat sich in den letzten Jahrzehnten verdreifacht. ARTE F
In Kanada ist diese Eisbärin mit ihren Jungen auf dem Weg zur Hudson Bay. Nach einer viermonatigen Fastenzeit wird es wieder Zeit zu jagen. ARTE F
An den gefrorenen Extremen dieser Welt steigen die Temperaturen viermal schneller als in anderen Teilen der Welt. ARTE F

Tierische (R)Evolution

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Eis

  • GB 2023
  • 53'
Dokumentation Am Nord- und Südpol sind die Auswirkungen des Klimawandels noch deutlicher spürbar als in anderen Erdregionen. Diese Folge begleitet Forschende, die in den Polargebieten beheimatete Tiere wie Eisbären in der Arktis oder Wanderalbatrosse auf den subantarktischen Inseln aus nächster Nähe beobachten und selbst geringste Verhaltensänderungen genau auswerten.

Inhalt

In der Arktis leben Eisbären heute mehr auf dem Festland als auf Packeis, da sich dieses immer später im Jahr bildet. Die Packeisbedeckung lässt sich nur noch schwer einschätzen, deshalb liefert das Verhalten der Eisbären wertvolle Hinweise. In den schottischen Highlands zeigt sich an den Schneehasen, wie sehr sich die Jahreszeiten bereits verändert haben: Ihr Fell, das im Winter seine weiße Tarnfarbe annimmt, bietet ihnen keinen Schutz vor Fressfeinden mehr, weil der Schnee zu früh schmilzt. Auch in den südlichen Rocky Mountains setzt die Schneeschmelze jedes Jahr etwas zeitiger ein. Deshalb findet der Breitschwanzkolibri immer weniger Nahrung. In der Antarktis haben die Eselspinguine ihr Jagdverhalten an die nunmehr eisfreien Küsten angepasst. Nicht so flexibel sind die Adeliepinguine: Ihr Wanderverhalten liefert Aufschlüsse darüber, wo das Packeis stabil bleibt. Auf den subantarktischen Inseln im Südpolarmeer brüten die Wanderalbatrosse. Anhand der Daten, die mit GPS-Sender ausgestattete Vögel übermitteln, wurde herausgefunden, dass sich die Windverhältnisse im Südpolargebiet gewandelt haben. Auf der anderen Seite des Globus wird der Polarfuchs von einem größeren Artgenossen, dem Rotfuchs, aus seinem angestammten Territorium vertrieben. Dies zeugt von einschneidenden Veränderungen in der Polarkreisregion. In Skandinavien schließlich haben Feldversuche gerade bestätigt, was die indigenen Samen von jeher wissen: Die Beweidung durch Rentierherden ist gut für die Tundra.

Sendungsinfos

Regie: Charlotte Lathane Untertitel, Hörfilm, Stereo
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