ARTE
ARTE So. 27.09.
Doku
Gut 25 Meter über der Weichsel liegt das Schloss Wawel: Residenz der Könige, Krönungsort und Grabstätte. MDR
Im Zentrum von Krakau liegt der Rynek Glówny, einer der größten mittelalterlichen Marktplätze Europas. MDR
Krakau war die erste von der Unesco geschützte Stadt Europas. Mit ihrer Aufnahme in die Weltkulturerbe-Liste im Jahr 1978 wurde nicht nur ein einzelnes Bauwerk gewürdigt, sondern eine ganze Idee von der Stadt. MDR
Die Krakauer Künstlerin Malgorzata Markiewicz hat den "Vorhang der Frauen" für das Slowacki-Theater entworfen. MDR
Jeden Sonntag wird der Antiquitätenmarkt am Rand der Altstadt zum Spiegelbild Krakaus, wo das Sammeln Tradition ist. MDR

Unesco Weltkulturerbe - Schätze für die Ewigkeit

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Krakau

  • D 2026
  • 52'
Dokumentation Seit 1978 ist Krakau Unesco-Weltkulturerbe - die erste geschützte Stadt Europas. Die Dokumentation folgt einer Königsstadt zwischen Erinnerung und Gegenwart: von den Tuchhallen am Hauptmarkt Rynek Glówny bis zu den Synagogen im Stadtteil Kazimierz, vom Wawel-Schloss bis zur sozialistischen Planstadt Nowa Huta.

Inhalt

1978 entscheidet die Unesco zum ersten Mal, was Weltkulturerbe bedeutet - und Krakau steht ganz oben auf der Liste. Nicht ein einzelnes Bauwerk wird ausgezeichnet, sondern eine ganze Idee von Stadt: ein Ensemble aus Königsmacht, Handel, Religion und Wissen. Der Film folgt dieser Stadt von den Tuchhallen am Hauptmarkt Rynek Glówny bis in die Randbezirke - und fragt, wie eine über 700 Jahre alte Königsstadt mit ihrem historischen Erbe umgeht. Stadtführerin Kamila Grodzicka erklärt, warum das Stapelrecht die Tuchhallen zur Schaltstelle Europas machte. Kunsthistoriker Andrzej Betlej zeigt, was im Wawelschatz bewahrt wird - und welche Bedeutung diese Sammlung bis heute hat. Und weil es in Krakau nur sehr wenige weibliche Denkmäler gibt, hat die Künstlerin Malgorzata Markiewicz einen Vorhang für das Slowacki-Theater geschaffen, auf dem die Namen von 130 Frauen von Hand gestickt sind. Der Dokumentarfilm führt auch nach Kazimierz - einst ein lebendiges jüdisches Viertel, wo über 60.000 Menschen lebten, bevor die deutsche Besatzung die Gemeinde nahezu auslöschte. Heute ist Kazimierz ein Viertel im Wandel - zwischen Erinnerung, Tourismus und neuem Leben. Und nach Nowa Huta, die sozialistische Planstadt vor den Toren der Altstadt, für die Krakau heute eine eigene Unesco-Kandidatur vorbereitet. Es bleibt der Eindruck einer Stadt, die nicht vergisst. Und nicht aufhört, sich zu erinnern.

Sendungsinfos

Regie: Katja Runge Untertitel, Stereo
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