ARTE
ARTE Mo. 28.09.
Doku
Kreativität ist gefragt: ein Hüttengärtner stolz vor seiner kunstvoll gebauten Laube, einer Art Liebeshöhle, in die er Weibchen locken will NDR
Ein Elefant malt, ein anderer steht Modell. Sind Elefanten wirklich zu solchen kreativen Leistungen fähig? NDR
Mit Tanz zum Erfolg bei den Weibchen: Der Strahlenparadiesvogel lebt in West-Papua und präsentiert sich den Weibchen mit verführerischen Choreographien. NDR
Die Gesänge der Buckelwale zählen zu den kunstvollsten im Tierreich. NDR

Wilde Kunst

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • D 2026
  • 43'
Dokumentation Es gibt Tiere, die singen, einige tanzen, manche vollbringen architektonische Spitzenleistungen. Aber entwickeln sie dabei auch Fantasie und Gestaltungskraft? Oder spulen sie nur angeborene Verhaltensmuster ab? Könnte es sein, dass die Wurzeln menschlicher Kunst weit zurück ins Reich der Tiere reichen? Und wenn ja, was haben diese davon?

Inhalt

Was soll man von der Elefantendame Suda halten, die mit Pinsel und Farbe ihren Freund porträtiert? Echte Begabung? Könnte es sein, dass die Wurzeln unserer Kunst weit zurück ins Reich der Tiere reichen? Kunst macht Mühe und kostet Zeit. Lauter Nachteile im Überlebenskampf. Wenn aber Tanz, Gesang und Architektur zu Verführungskünsten werden, zahlt es sich aus. Dass manche Tiere dabei sogar Kreativität und ihren "persönlichen Stil" entwickelten, ist nicht verwunderlich. Schließlich will man sich von Mitbewerbern abheben. Auch in der frühen Menschheitsgeschichte galten die Anfänge der Kunst wohl dem anderen Geschlecht. Dafür sprechen kunstvoll gefertigte Riesenfaustkeile, die zu groß waren, um sie als Werkzeug zu verwenden. Waren sie Schaustücke, um den Frauen zu imponieren? Es vergingen Jahrhunderttausende, bis den Menschen ein Kunststück gelang, was den Tieren bis heute versagt bleibt: die Abbildung ihrer Umgebung. Erst die Eiszeitkünstler vor 43.000 Jahren schnitzten Elfenbein-Figürchen von Mammuts, Pferden und Wasservögeln. Und als sie auf ihren Knochenflöten die ersten Melodien spielten, war die Kunst endgültig zur "Sprache der Gefühle" geworden. Unsere Kunst ist längst über biologische Zwecke hinausgewachsen. Aber ihr Ursprung ist schon bei Tieren zu finden. Schließlich ist auch die Kunst nicht vom Himmel gefallen.

Sendungsinfos

Regie: Volker Arzt, Robert Sigl Untertitel, Stereo
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