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So. 17.05.
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Das Schicksalsspiel
- 1. Folge
- I, D 2022
- 60'
Vincenzo kämpft um die Zukunft des Toscana FC, denn für ihn ist Fußball das schönste Spiel der Welt.
Inhalt
Vor fünf Jahren kaufte die italienische Industriellenfamilie Tessari den unbedeutenden Verein Toscana Football Club, der schließlich italienischer Meister wurde. Doch nun kämpft der Verein nicht nur um den Abstieg in die Zweitklassigkeit, sondern auch ums finanzielle Überleben. Die Medien machen hierfür Vincenzo, Sohn des Vereinspräsidenten Cosimo Tessari, und seine überteuerten und fragwürdigen Spielereinkäufe verantwortlich. Von einer Einkaufstour in Kamerun brachte Vincenzo vor einigen Jahren vier jugendliche Spieler mit. Vor allem Kenneth N'Douram, einem mutmaßlichen Verwandten des international erfolgreichen Emanuel Kanù, wurde eine große Zukunft prophezeit. Noch immer gilt er als vielversprechender Jugendspieler, doch in der Profimannschaft fühlt er sich überfordert. Das alles entscheidende Spiel im Abstiegskampf verfolgt Cosimo Tessari vom heimischen Sofa aus, während im Stadion gewaltbereite Fans erwartet werden. Doch der Ausgang des Spiels steht bereits seit einigen Tagen fest: Maurizio Corridoni, Ex-Torwart und graue Eminenz des italienischen Fußballs, hat Vincenzo bereits überzeugt, das Spiel dank Mithilfe einiger eingeweihter Spieler verloren gehen zu lassen. Der Abstieg würde den Rückzug von Vincenzos Vater Cosimo bedeuten. Zugleich wäre Platz für internationale Investoren, die mit viel Geld den Verein neu aufbauen könnten. Für Vincenzo selbst wäre dann der Posten des Sportlichen Direktors frei. Vincenzo ahnt nicht, dass auch Corridoni selbst Interesse hat, den Verein zu übernehmen. Vincenzo besticht den Mannschaftskapitän und den Mittelstürmer, damit sie das Spiel zum gewünschten Ergebnis führen. Außerdem überzeugt er den Trainer, Kenneth erstmals in die Startelf zu nehmen. Kurz vor der Halbzeitpause erzielt Kenneth das erste Tor. In der Umkleide trifft der Trainer ein paar harte Entscheidungen: Er nimmt beide mutmaßlich formschwachen Stammspieler aus der Mannschaft und fordert Kenneth auf, noch einen Treffer zu erzielen. Vincenzos Plan droht zu scheitern. Erneut von Corridoni unter Druck gesetzt, besticht er einen weiteren Spieler, der für die Niederlage der eigenen Mannschaft sorgen soll. Sasà Di Pascale, ein Spieler der gegnerischen Mannschaft, durchschaut jedoch das Spiel seiner Gegner und vergibt bewusst einen Elfmeter, den der ebenfalls bestochene Schiedsrichter gegeben hat. Dass er in der Konsequenz vom Platz gestellt wird, kümmert ihn im letzten Spiel seiner Karriere nicht. Wider Erwarten gewinnt Toscana FC das Spiel, der Abstieg ist abgewendet. Wie besessen jubelt Vincenzo auf dem Platz, während sein Vater in der anschließenden Pressekonferenz den Einstieg eines internationalen Investors verkündet.