NDR
NDR Fr. 25.09.
Doku
Einer von zwei riesigen Wohnmobilplätzen des Hurricane-Festivals. Insgesamt campen gut 78.000 Menschen für vier Tage in Scheeßel. Dazu sind auch viele der rund 3.500 Beschäftigten in Zelten untergebracht. NDR/Filmteam Papstein
Abendstimmung vor der Forrest Stage, einer der zwei Hauptbühnen beim Hurricane-Festival in Scheeßel. Die letzten Konzerte eines Festival-Tages enden gegen 2 Uhr nachts. NDR/Filmteam Papstein
Blick auf das Infield: Beim Hurricane spielen rund 80 Bands auf drei Open-Air-Bühnen und in einem Zelt, dass allein bereits 5500 Menschen fasst. NDR/Filmteam Papstein
Die Donots aus Ibbenbüren sind seit 2001 beim Hurricane dabei. Mit neun Auftritten halten die fünf Punkrocker den Rekord beim Festival in Scheeßel. Der NDR begleitet sie in der Nordstory exklusiv vom Tourbus bis auf die Bühne unmittelbar vor dem Auftritt. NDR/Filmteam Papstein
Abendstimmung vor der Forrest Stage, einer der zwei Hauptbühnen beim Hurricane-Festival in Scheeßel. Die letzten Konzerte eines Festival-Tages enden gegen 2 Uhr nachts. NDR/Filmteam Papstein
Christopher Freißmann und Maximilian Seeck (r.) sind zwei von mehreren Quad-Streifen auf dem Hurricane-Festival. Mit dem Quad sind sie auf den Zeltplätzen sehr schnell an jedem Einsatzort. Das Hurricane-Festival sei wesentlich friedlicher als jedes andere Einsatzwochenende, sagen die Polizisten. NDR/Filmteam Papstein

die nordstory

30 Jahre Hurricane-Festival - Auszeit vom Alltag

  • 60'
Land und Leute Im Mittelpunkt der Sendung stehen Geschichten aus Deutschlands Norden - über interessante Menschen, idyllische Landschaften und beeindruckende Tierwelten.

Inhalt

Das Hurricane-Festival in Scheeßel zählt zu den größten und bedeutendsten Musikfestivals in Deutschland. Jedes Jahr im Juni kommen bis zu 78.000 Musikfans in die kleine niedersächsische Gemeinde. Und die Menschen in Scheeßel lieben "ihr" Festival. Umso erstaunlicher waren die Anfänge: Als der junge Hamburger Konzertveranstalter Folkert Koopmans 1996 die Idee für ein Rockfestival an der Wümme entwickelte, stieß er auf Ablehnung. Die Erinnerung an 1977 saß tief: Ein früheres Festival am selben Ort war im Chaos versunken. Wütende Fans hatten die Bühne abgefackelt, weil die angekündigten Bands nicht auftraten. Örtliche Getränkehändler wurden geplündert, Existenzen zerstört. "die nordstory" erzählt, wie Koopmans das Hurricane- Festival gegen alle Widerstände zur Erfolgsgeschichte gemacht hat und begleitet die Macher der Jubiläumsausgabe hinter den Kulissen: Heute sind die einst skeptischen Landwirte wie Heiko Schröder mit dabei und sammeln etwa mit ihren Traktoren den Müll auf den riesigen Zeltplätzen ein. Detlev Kaldinski hat das Chaos der 1970er-Jahre als Jugendlicher miterlebt und als Festival-Pressesprecher der Polizei später Unwetter und Extremhitze überstanden. Inga Rossbach hat sich von der Praktikantin zur Veranstaltungsleiterin hochgearbeitet und ist in der heißen Phase vor und während des Festivals stets zur Stelle, wenn kleine und große Probleme gelöst werden müssen. Stage-Manager Jens Lützenkirchen stand einst als Fan vor der Bühne. Heute ist es sein Job, sie innerhalb von 30 Minuten für die nächste Band umzubauen. Die Donots aus Ibbenbüren sind zum neunten Mal dabei - häufiger als jede andere Band. Sänger Ingo Knollmann gewährt im Nightliner einen Blick darauf, wie komfortabel das Leben einer Punkband heute sein kann. Und Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys erklären, warum ihre Italo- Schlager auch die Norddeutschen verzaubern. Die eigentlichen Stars des Festivals aber sind die Fans: Sie animieren sogar Polizisten zum Limbo-Dance und sorgen mit guter Laune, Bier-Yoga und der "Church of Beer" für das unverwechselbare Hurricane-Feeling. "die nordstory" blickt vor, auf und hinter die Bühne und zeigt, wie Macher und Bevölkerung gemeinsam aus anfänglicher Skepsis in 30 Jahren ein echtes Kultevent gemacht haben.

Sendungsinfos

Von: Peter Becker Redaktion: Joachim Grimm Untertitel
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