NDR
NDR Do. 24.09.
Doku
"Turgut`s Place". Bevor es die 29 Derebasi Kurven zu bewältigen gibt, stärken sich viele Fahrer*innen noch bei Turgut mit einer Tasse Tee. NDR/Jochen Schmoll
Das "Eiserne Tor" an den Derebasi Kurven. Die schwierigste Stelle des "Highway D915" zwischen Of und Bayburt. NDR/Jochen Schmoll
Turguts Place, das kleine Imbiss vor den Derebasi Kurven. Nur an Regentagen herrscht hier Ruhe. NDR/Alexander Hick
Murat, Photograph aus Karacam, liebt die Beobachtungen der Natur am Rande der Straße. Hier entdeckt er Bären, Dachse, Gämsen und Rehe. NDR/Jochen Schmoll
Burhan auf dem Weg zu Türkei höchster Mosche auf 3200 Metern. NDR/Jochen Schmoll
Murat zu Besuch in Yusufeli. Hier sind ganze Dörfer einem Staudamm zu Opfer gefallen. Murat setzt sich als Aktivist dafür ein, dass am Highway D915 zu verhindern. NDR/Alexander Hick

Wilde Wege - Türkei

  • 45'
Dokumentation Von der Schwarzmeerküste der Türkei führt der "Highway D915" durch steile Täler und hochalpine Pässe in das anatolische Hochland. Gegensätzlicher könnten die Gegenden, die die Straße verbindet, kaum sein. Der Highway ist eine gefährliche Straße durch das Pontische Gebirge, vor dem die Menschen vor Ort Respekt haben. Aber sie lieben ihre D915, ist sie doch für sie die einzige Verbindung in den hohen Norden der Türkei.

Inhalt

Von der Schwarzmeerküste der Türkei führt der Highway D915 durch steile Täler und hochalpine Pässe in das anatolische Hochland. Dabei überquert er den 1000 Kilometer langen Pontischen Gebirgszug, der von Istanbul bis an die Grenze zu Georgien reicht. Im Herbst bereiten sich die Menschen auf den Winter vor, sechs Monate im Jahr ist die Straße gesperrt. An den Derebasi Turns, dem gefährlichsten Teil des Highways D915, müssen die Fahrerinnen und Fahrer 29 Haarnadelkurven bezwingen und am Ende das Eiserne Tor passieren, eine Felspassage in senkrechten Steilwänden, Hunderte von Metern über dem Tal. Auch risikobereite Besucher zieht der Highway an, so zum Beispiel die junge Motorradfahrerin Merve, die ihr Fahrkönnen auf die Probe stellt und anschließend noch eine Pilgerfahrt der besonderen Art an der weiter südlich gelegenen Stoneroad gelingt. Ahmet und Burhan nutzen die Straße seit vielen Jahren für die Schafzucht und Landwirtschaft, sie haben eine emotionale Beziehung zu diesen Bergen. Selma baut auf der Nordseite des Gebirges Tee an, den sie selbst mit ihrem Transporter zur Verladung fährt. Im Gebirge kreuzen sich fast alle Wege am Imbiss der Straße: Turguts Place. Wenige Kilometer weiter ist die abgelegene Gegend ein wichtiger Rückzugsort für Tiere und besondere Pflanzen, die Fotograf Murat seit Jahren dokumentiert. Als Aktivist setzt er sich dafür ein, dass die Straße nicht weiter ausgebaut wird. So unvollkommen, gefährlich und unbequem die Straße sein mag, sie ist genau deshalb heute von Anwohnern und Besuchern gleichermaßen beliebt und geschätzt.

Sendungsinfos

Musik: Alexander Precht Kamera: Jochen Schmoll Von: Alexander Hick Untertitel, Stereo
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