Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1
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- GB 2010
- 129'
Mit "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes" wird das siebte und letzte Kapitel der erfolgreichen Fantasy-Saga aufgeschlagen: Im 1. Teil der beiden Finalfilme schlüpfen Daniel Radcliffe, Rupert Grint und Emma Watson zum vorletzten Mal in die Rollen von Harry Potter, Ron Weasley und Hermine Granger.
Inhalt
Harry, Ron und Hermine steht eine lebensgefährliche Mission bevor: Sie müssen Voldemorts Geheimnis seiner Unsterblichkeit und Zerstörungskraft finden und vernichten – seine Horkruxe. Ohne die Hilfe ihrer Professoren oder gar den Schutz von Professor Dumbledore sind die drei Freunde mehr denn je aufeinander angewiesen. Doch dunkle Kräfte in ihrer Mitte versuchen, sie unbarmherzig auseinander zu reißen.
Mittlerweile hat sich die Welt der Zauberei für alle Feinde des dunklen Lords zu einem gefährlichen Ort gewandelt: Der lang befürchtete Krieg ist ausgebrochen und Voldemorts Todesesser haben die Kontrolle im Zaubereiministerium und sogar in Hogwarts übernommen. Sie verhaften und terrorisieren alle, die sie für ihre Feinde halten - nur Voldemorts Erzfeind haben sie noch nicht erwischt: Harry Potter.
Harrys einzige Hoffnung ist es, die Horkruxe zu finden, bevor Voldemort ihn findet. Bei seiner Suche stößt der Zauberlehrling auf die alte und fast vergessene Legende von den Heiligtümern des Todes und erkennt: Sollte die Legende wahr sein, könnte sie Voldemort unbesiegbar machen. Auf ihn wartet nun jene Aufgabe, auf die er sich seit seinem ersten Tag in Hogwarts vorbereitet hat: der ultimative Kampf gegen Voldemort…
Kritik
Atmosphärisch dichter Finalauftakt mit Längen
David Yates, der bereits die beiden vorhergegangenen "Harry Potter-Filme" inszeniert hatte, präsentierte mit "Die Heiligtümer des Todes - Teil 1" im Jahr 2010 einen atmosphärisch dichten Finalauftakt: Ihm gelang es, die düstere Stimmung visuell gekonnt in Szene zu setzen und die Hoffnungslosigkeit der jungen Protagonisten auf effektive Weise einzufangen. Mit der einstigen Unbeschwertheit ist es im vorletzten Potter-Film nämlich endgültig vorbei – stattdessen herrschen diesmal Trostlosigkeit und Verzweiflung vor.
Aller Dramatik zum Trotz entpuppt sich "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 1" allerdings als überraschend ruhige Angelegenheit; dass die von Ausweglosigkeit und Frust geprägte Gefühlslage des Helden-Trios diesmal ganz im Zentrum des Geschehens steht, macht Teil I der "Heiligtümer des Todes" nun zwar gerade als Charakterstudie zu einem spannenden Unterfangen – allerdings erweist sich der mehr als zweistündige Film abgesehen davon als relativ ereignislos.
So lassen sich Yates und sein Team viel Zeit, Relevantes und Irrelevantes ausführlich zu erzählen – und bis die Dinge endlich so richtig in Bewegung geraten, ist der Film auch schon wieder fast vorbei. Ein bisschen Sitzfleisch muss man angesichts mancher Längen also mitbringen, und in gewisser Weise wirkt "Harry Potter und die Heiligtümer des Todes 1" lediglich wie die Weichenstellung zum richtigen Finale – die Vorfreude auf dieses wird mit dem solide inszenierten, aber etwas zähen Auftakt aber immerhin auf effektive Weise geschürt.