Die Anglikanische Kirche am Scheideweg.
Amtseinführung von Sarah Mullally als erster Frau als Primas der anglikanischen Kirche ist ein historischer Moment - und eine Zerreißprobe. Die Dokumentation von Regisseur Martin Betz beleuchtet die heftigen inneren Kämpfe der gegenwärtigen anglikanischen Weltgemeinschaft um Tradition und Innovation, um Sexualethik und die Weihe von Frauen. Sie blickt zugleich zurück auf die Entstehung der Kirche im Streit zwischen König und Papst.
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Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Der Hallstättersee bietet ein einzigartiges Naturerlebnis inmitten der beeindruckenden Kulisse des Salzkammerguts. In Bad Goisern versammeln sich Boots-Enthusiasten im Verein "Plättenfreunde", um die traditionellen Holzboote, genannt Plätten, zu bauen und zu restaurieren. Peter Elmer hat sich die Erhaltung dieses regionalen Kulturguts zur persönlichen Aufgabe gemacht. Oben auf den Bergen gehen die Wegewarte des Alpenvereins regelmäßig auf Inspektionen und überprüfen und reparieren die Beschilderungen und Markierungen. Am Hallstättersee ist das Weisenblasen mehr als Brauchtum, es ist spirituelle Klangkultur. Die Musiker spielen bei Festen, aber auch zum Tagesausklang für die Gäste am Ufer. Magdalena Melitta Moser aus Reindlmühl hat im Schneidern ihre große Leidenschaft gefunden. Hier möchte sie noch viele Jahre weiterarbeiten. R: Markus Fischer
Nicht nur im Winter, sondern auch in der wärmeren Jahreszeit zeigt sich das Pitztal von seiner besten Seite - malerische Landschaften und ein eindrucksvolles Alpenpanorama bietet sich hier Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Im Pitztal wird noch das traditionelle Bergbauerntum gelebt. Viele Bauern widmen sich liebevoll der Produkt- und Landschaftspflege, wobei auch noch eine Getreidemühle aus dem 18. Jahrhundert im Einsatz ist. Im Pitztal werden auch die Feste gefeiert, wie sie fallen. Ein Höhepunkt im Sommer ist das Schützen-Bataillonsfest mit dem Nassleistungswettbewerb der Feuerwehr.
Das Mariazeller Land hat von jeher eine große Faszination auf die Menschen ausgeübt: die Weite und alpine Prägung der Landschaft, dazu die imposante Basilika. Der nahegelegene Erlaufsee gilt als Naturjuwel erster Güte, der immer schon für seinen großen Fischreichtum bekannt war und wegen seines klaren Wassers auch bei Tauchern beliebt ist. Michael Weinmann stellt das traditionelle bäuerliche Leben sowie andere Traditionsberufe in dieser Region vor und zeigt, wie der See zum Lebensmittelpunkt der eingesessenen Bevölkerung geworden ist.
Brutal, cholerisch und ohne Reue. August Eigruber ist Hitlers wichtigster Helfer in "Oberdonau", wie Oberösterreich während der NS-Herrschaft genannt wird. Als Gauleiter regiert Eigruber das Bundesland mit eiserner Hand. Tausende Menschen werden während seiner Amtszeit ermordet. August Eigruber zählt somit zu den größten NS-Verbrechern auf österreichischem Boden. Tatsächlich wissen das nur wenige. Das soll sich mit diesem Dokumentarfilm nun ändern. Denn bis heute gibt es keine TV-Dokumentation, die sich mit dem Massenmörder August Eigruber beschäftigt. Autor und Regisseur Christian Hager zeichnet nun erstmals ein spannendes und gleichzeitig düsteres Psychogramm des NS-Gauleiters Eigruber, der so viele Menschen ins Verderben gestürzt hat. In Zusammenarbeit mit Pammerfilm entsteht somit eine Fortsetzung der erfolgreichen Sendereihe "Hitlers österreichische Helfer - Die Gauleiter der Ostmark", die bereits mit dem Österreichischen Fernsehpreis der Erwachsenenbildung ausgezeichnet wurde.
Aggressiv, geldgierig und antisemitisch. Franz Hofer ist Hitlers wichtigster Helfer im "Reichsgau Tirol-Vorarlberg", das die beiden westlichsten österreichischen Bundesländer während der NS-Diktatur zusammenfasst. Als Gauleiter regiert Franz Hofer die alpine Region mit eiserner Hand. Während seiner Amtszeit werden tausende Menschen verfolgt und in Vernichtungslager deportiert. Seine Opfer sind vor allem Juden, an deren Vermögen er sich schamlos bereichert. Der neue Dokumentarfilm beschäftigt sich mit einem der größten NS-Verbrecher Österreichs und bringt Franz Hofers Gewalttaten ans Licht der breiten Öffentlichkeit. Regisseur Christian Hager zeigt in diesem Film nun erstmals, wie perfide der Gauleiter von Tirol-Vorarlberg seine Macht missbraucht hat. Die mit dem Österreichischen Fernsehpreis der Erwachsenenbildung ausgezeichnete Sendereihe "Hitlers österreichische Helfer - Die Gauleiter der Ostmark" findet ihre Fortsetzung.
Die ORF III-Produktion porträtiert Baldur von Schirach, Hitlers Gauleiter in Wien. Der gebürtige Berliner gab sich stets als gebildeter Freigeist, zählte aber zu den größten NS-Verbrechern auf österreichischem Boden. Baldur von Schirach war zunächst Reichsjugendführer der NSDAP, ehe er 1940 von Adolf Hitler zum Gauleiter von Wien ernannt wurde. Dort regierte der Aristokrat Schirach mit eiserner Faust und beteiligte sich tatkräftig an der nationalsozialistischen Mordmaschinerie. Die Dokumentation von Regisseur Christian Hager in Zusammenarbeit mit dem Historiker Oliver Rathkolb zeigt den Aufstieg und tiefen Fall des Wiener Gauleiters, der zehntausende Jüdinnen und Juden in Vernichtungslager deportieren ließ. Der Film beleuchtet außerdem Schirachs perfide Kulturpolitik, seine militärische Unfähigkeit bei der Verteidigung Wiens, seine Flucht vor den Alliierten bis hin zu seiner Verhaftung in Tirol. Es ist das filmische Psychogramm eines fanatischen Nationalsozialisten und Selbstdarstellers, der schließlich im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozess zu 20 Jahren Haft verurteilt wurde. Darüber hinaus zeichnet die Dokumentation ein gesellschaftspolitisches Sittenbild der Donaumetropole Wien während der NS-Diktatur. Neben Schirach-Biograph Oliver Rathkolb kommen weitere renommierte Historikerinnen und Historiker zu Wort. Gedreht wurde an historischen Originalschauplätzen in Österreich und Deutschland.
Anfang Mai 1945 kommt Adolf Eichmann mit Teilen seines berüchtigten "Einsatzkommando Eichmann" ins Salzkammergut. Vom Chef des Reichssicherheitshauptamtes Ernst Kaltenbrunner bekommt er dort seinen letzten Befehl. Er verschanzt sich auf einer Alm im Gebirge.
Später konnte Eichmann ins Ausland flüchten. Kurz vor seiner Gefangennahme in Argentinien gab er dem Journalisten Willem Sassen mehrere Interviews. Unter anderem erzählte Eichmann über seine letzten Kriegstage. Die Tonbänder wurden bisher in der Zeitgeschichte wenig beachtet. Detailgenau beschreibt Eichmann seine letzten Stationen in Budapest und Prag. Schlussendlich gelangte er ins Salzkammergut. Diese sogenannten "Sassen-Protokolle" bilden die Grundlage der Fernsehdokumentation. Eichmann nennt dort konkrete Orte, Namen, Fakten und Ereignisse. Im Zuge umfangreicher Recherchen konnten zahlreiche Zeitzeugen und Personen gefunden werden, die Eichmanns Aussagen bestätigen.
Der Hallstättersee bietet ein einzigartiges Naturerlebnis inmitten der beeindruckenden Kulisse des Salzkammerguts. In Bad Goisern versammeln sich Boots-Enthusiasten im Verein "Plättenfreunde", um die traditionellen Holzboote, genannt Plätten, zu bauen und zu restaurieren. Peter Elmer hat sich die Erhaltung dieses regionalen Kulturguts zur persönlichen Aufgabe gemacht. Oben auf den Bergen gehen die Wegewarte des Alpenvereins regelmäßig auf Inspektionen und überprüfen und reparieren die Beschilderungen und Markierungen. Am Hallstättersee ist das Weisenblasen mehr als Brauchtum, es ist spirituelle Klangkultur. Die Musiker spielen bei Festen, aber auch zum Tagesausklang für die Gäste am Ufer. Magdalena Melitta Moser aus Reindlmühl hat im Schneidern ihre große Leidenschaft gefunden. Hier möchte sie noch viele Jahre weiterarbeiten. R: Markus Fischer
Das Mariazeller Land hat von jeher eine große Faszination auf die Menschen ausgeübt: die Weite und alpine Prägung der Landschaft, dazu die imposante Basilika. Der nahegelegene Erlaufsee gilt als Naturjuwel erster Güte, der immer schon für seinen großen Fischreichtum bekannt war und wegen seines klaren Wassers auch bei Tauchern beliebt ist. Michael Weinmann stellt das traditionelle bäuerliche Leben sowie andere Traditionsberufe in dieser Region vor und zeigt, wie der See zum Lebensmittelpunkt der eingesessenen Bevölkerung geworden ist.
Als der Attentäter Bogdan Zerajic 1910 auf den habsburgischen Statthalter in Bosnien schoss, hätte er bereits damals jenen Weltenbrand auslösen können, der genau vier Jahre später losbrach, ebenfalls bei einem Anschlag in Sarajewo, auf den Thronfolger Franz Ferdinand. Doch Zerajic verfehlte sein Ziel und richtete sich selbst. Auch in anderen Regionen der Vielvölkermonarchie rumorte es, etwa bei den Tschechen, die ihr nationales Selbstbewusstsein entdeckten. Mit dramatischen Szenen von diesen Hotspots erzählt diese Folge die bewegten Jahrzehnte, in denen die ethnischen Bruchlinien im Habsburgerstaat immer stärker hervortraten. Der Rückzug des Osmanischen Reichs vom Balkan begünstigte vor allem Russland, das sich vom jahrhundertalten Verbündeten Österreichs - auch wegen einer ungeschickten habsburgischen Ost-Politik - zu seinem erbitterten strategischen Gegner wandelte. So wurde eine wichtige Weiche zum Ersten Weltkrieg gestellt. Die Nationalstaaten, in denen wir heute leben, sind eine Folge der damaligen Entwicklung. R: Florian Riedelsperger
Als die Monarchie in Österreich auf ihr Ende zugeht, wird auch ein ganzer Berufsstand arbeitslos: Diener und Mägde braucht man kaum noch, nicht mehr am Hof und auch nicht in den zahllosen Haushalten, denen das Geld längst ausgegangen ist. Viele hadern mit dieser Umstellung, manche sind umgekehrt froh, die verhasste Buckelei hinter sich lassen zu können. Die neue demokratische Gesellschaft lässt sich nicht mehr die Zeitung bügeln oder in den Morgenmantel helfen. Aber sie ist sozial deutlich mobiler als die alte und eröffnet Chancen und Karrieren. Aus Bediensteten werden in der Folge Dienstleister, und die rechtlose Arbeitermasse organisiert sich erstmals politisch. Hunderte Attentate auf gekrönte Häupter und andere Staatsvertreter dominieren die Schlagzeilen. Eine filmische Reise zurück in eine Zeit großer Umbrüche, erzählt anhand der Wiener Dienstmagd Cäcilie Zwicker und des Vorarlberger Dieners Meinhard Hämmerle. R: Susanne Pleisnitzer
Es sind nur noch wenige Jahre bis zum Ersten Weltkrieg - doch die Welt tanzt. Unterhaltung, Konsum und Sport ziehen die Menschen in einen Rausch, in dem alles möglich erscheint - nur nicht der kollektive Untergang. Der Wiener Kaufmann Emil Storch begründet den ersten umfassenden Versandhandel - ein früher Jeff-Bezos. Doch die pulsierende Euphorie erweist sich als Sackgasse. Storch übernimmt sich und verliert in der Nachkriegsinflation alles. Ähnlich tragisch das Schicksal der risikofreudigen Rennradpionieren Cenzi Flendrovsky, die die Menschen für den Radsport begeistert, aber bereits mit achtundzwanzig Jahren den Folgen eines Radunfalls erliegt. Vor dem ersten Weltkrieg erlebt die Welt erstmals die Segnungen einer globalisierten Überflussgesellschaft. Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs erwischt die österreichische Friedensgesellschaft auf dem falschen Fuß. Aus Überfluss wird Mangel, die Friedensdividende ist schnell geschmolzen. Krieg und Wohlstand schließen einander, auch damals schon, aus. R: Marleen Paeschke