SWR
SWR Do. 19.03.
Doku
Davaasuren Dagvasuren reitet auf seinem Pferd in der mongolischen Steppe. Klimawandel und Extremwetter verschlechtern die Lebensbedingungen der Nomaden. SWR/Micheal Latham
Am Stadtrand von Ulan Bator, der Hauptstadt der Mongolei, lassen sich immer mehr Migranten und Menschen aus der Steppe nieder. So entsteht nach und nach eine Trabantenstadt aus Hütten und Jurten. SWR/Micheal Latham
Davaasuren Dagvasuren beobachtet seine Schafherde in der kargen Steppe der Mongolei. SWR/Micheal Latham
Davaasuren Dagvasuren (Davaa, l.) und Otgonzaya Dashzeveg (Zaya) haben nach einem Kälteeinbruch ein Teil ihrer Schafherde verloren. Sie geben ihr Nomadenleben auf und ziehen in die Hauptstadt Ulan Bator. SWR/Micheal Latham

Die Wölfe kommen immer nachts

  • 90'
Dokumentarfilm Davaa und Zaya sind ein junges mongolisches Nomadenpaar, inmitten der Gebärsaison ihrer Herde, als ein Sturm ihr Leben komplett verändert. Sie sind gezwungen, die Heimat zu verlassen, um in den Jurten-Vierteln der Stadt neu anzufangen. Davaa findet Arbeit in einer Kiesgrube, wird jedoch zunehmend von der Erinnerung an seine verlorenen Tiere heimgesucht.

Inhalt

In der mongolischen Wüstenregion Bayanhongor beginnt der Frühling. Das junge Nomadenpaar Davaa und Zaya lebt dort mit seinen vier Kindern und kümmert sich um seine trächtigen Tiere und deren Nachwuchs. Die Kinder verbringen die Abende damit, sich Geistergeschichten über verschwundene Jurten zu erzählen. Davaa wacht erschrocken auf und hält bei seiner Herde nach Wölfen Ausschau, findet aber nichts. Die einheimischen Hirten diskutieren über die verheißungsvolle Sichtung von zwei "roten Sternen". Eines Tages wird das Lager der Familie von einem heftigen Sandsturm heimgesucht, bei dem die Hälfte ihrer Tiere getötet wird. Sie trifft die bittere Entscheidung, in die Stadt zu ziehen, und Davaa ist gezwungen, sein geliebtes Pferd zu verkaufen. Die Familie richtet sich im Jurten-Viertel von Ulan Bator ein und beginnt, sich an ihr neues Leben anzupassen. Davaa nimmt Arbeit in einer Kiesfabrik an, wird jedoch von der Erinnerung an seine verlorenen Tiere innerlich gequält.

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