Legasthenie - Wir dachten immer, du bist dumm
GESELLSCHAFT UND SOZIALES, D 2023
Europas große Filmpaläste
DOKU-REIHE Königliches Theater Tuschinski Amsterdam, D 2025
ARTE
So. 17.05.
Info
42 - Die Antwort auf fast alles
TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.
Wie verändert Müll die Welt?
- D 2025
- 29'
Infomagazin
In Erinnerung bleiben, ein Erbe hinterlassen - das wünscht sich jeder Mensch. Doch was, wenn in 100.000 Jahren Außerirdische die ausgestorbene Erde besuchen? Welches Erbe würden sie finden? Vermutlich unseren Müll. Vom höchsten Berg bis in Ozeane, von der Atmosphäre bis in Blutbahn sammelt er sich überall. Trotz Trennung und Recycling bleibt die Frage: Ist Müll unser Erbe?
Inhalt
Es ist paradox: Wir wollen unseren Müll nicht und sind froh, wenn wir ihn los sind. Zugleich produzieren wir so viel Müll wie nie zuvor. Und die Aussicht, ihn loszuwerden, könnte kaum schlechter sein: Müll wird Jahrmillionen überdauern, sagt Paläontologe Jan Zalasiewicz. Er sei so langlebig, dass er sogar geologische Spuren hinterlassen wird. Technofossilien nennt der Forscher der Universität Leicester diese Reste und ist überzeugt, dass sie unser ultimatives Erbe sein werden.
Ein Grund dafür: Wir glauben, wir könnten Müll kontrollieren. Doch er bewegt sich, reagiert. Über die Wege des Mülls wissen wir relativ wenig, sagt Meeresbiologin Melanie Bergmann. Von 99 Prozent des Plastiks im Meer etwa sei gar nicht bekannt, wo es sich befindet, so die Wissenschaftlerin vom Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven. Und auch über die Folgen, die sich für die Gesundheit des Menschen und anderer Lebewesen ergeben, wissen wir kaum etwas.
Andererseits: Wir profitieren vom Müll. Denn der meiste fällt an durch Rohstoffverbrauch und Produktion. Wollten wir etwas ändern, müssten wir unseren Konsum ändern, glaubt Philosoph Oliver Schlaudt von der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz. Doch zugleich beobachtet er: Müll sorgt für Fortschritt, weil wir das Problem lösen wollen - und doch bei immer neuem Müll landen. Abfallwissenschaftlerin Gilian Gerke von der Hochschule Magdeburg-Stendal erklärt, warum Müll trotzdem eine Chance sein kann - und dass es sich lohnt, Müll mit anderen Augen zu betrachten.
Sendungsinfos
Regie: Sebastian Kirschner
Untertitel, Stereo