ARTE
ARTE Mi. 30.09.
Doku
Auf den Philippinen ist jedes hundertste Kind Opfer sexueller Ausbeutung. ARTE F
In den Vereinigten Staaten verfolgen die Agenten des Homeland Security Investigations die Drahtzieher von Vergewaltigungsvideos im Internet sowie die Menschenhändler und Menschenhändlerinnen auf den Philippinen. ARTE F
Quentin Bévan leitet den operativen Bereich des neuen Büros für Minderjährige (OFMIN) der Kriminalpolizei von Nanterre. Sein Team hat einen 31-jährigen Mann festgenommen, der Livestreams von Vergewaltigungen auf den Philippinen in Auftrag gegeben hat. ARTE F
Überlebende sexueller Ausbeutung auf den Philippinen ARTE F
Kinder im Westen verbringen täglich zwischen drei und sieben Stunden online. ARTE F

Kinderschänder im Visier

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2024
  • 92'
Dokumentation 88 Millionen Aufnahmen von Kindesmissbrauch zirkulierten im Jahr 2022 weltweit. Jede Sekunde werden mindestens zwei Bilder von Kindesvergewaltigungen im Netz geteilt. In sozialen Netzwerken und Videospielen haben es Sexualstraftäter besonders einfach, neue Opfer zu finden. Vier Jahre lang recherchierte die Regisseurin Laetitia Ohnona, wie die internationale Gemeinschaft reagiert.

Inhalt

2009 schätzten die Vereinten Nationen, dass ständig 750.000 Pädokriminelle gleichzeitig im Internet online waren. 15 Jahre später gehen Experten von einer dreimal höheren Zahl aus. In der scheinbaren Anonymität tauschen diese Männer - denn die überwiegende Mehrheit der Täter sind Männer - in Diskussionsforen Ratschläge darüber aus, wie man ein Kind gezielt ansprechen und manipulieren kann, damit es intime Inhalte erstellt. Außerdem geben sie sich gegenseitig Tipps, wie man Kinder aus dem eigenen Umfeld vergewaltigen kann, ohne erwischt zu werden, und teilen die Bilder ungestraft mit anderen. Einige informieren sich auch über die Möglichkeit, die Vergewaltigung eines Kindes exakt nach den eigenen Vorstellungen am anderen Ende der Welt in Auftrag zu geben und für nicht einmal hundert Dollar live über Skype oder WhatsApp dabei zu sein. Für Kinderschutzorganisationen und Strafverfolgungsbehörden ist dieser Alptraum Alltag. Im Dschungel des Internets müssen sie die Missbrauchsopfer identifizieren, die Täter aufspüren und die Verbreitung der immer zahlreicheren pädokriminellen Inhalte bekämpfen. Vier Jahre lang recherchierte die Regisseurin Laetitia Ohnona in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Nordamerika und auf den Philippinen bei den zuständigen Behörden: Sie begleitete französische Polizisten der Zentralstelle für den Schutz Minderjähriger, verdeckt arbeitende amerikanische Spezialagenten der Homeland Security Investigations, die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und deutsche Kriminalpolizisten, die Darknet-Seiten zerschlagen, und Mitarbeiter von Meldeplattformen, die pädokriminelle Inhalte aufspüren. Bei der Europäischen Kommission erfuhr sie, dass diese den IT-Unternehmen strengere Regeln auferlegen möchte.

Sendungsinfos

Regie: Laetitia Ohnona Stereo
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