ARTE
ARTE Sa. 03.10.
Doku
Bei einer orthodoxen Prozession zu Ehren des heiligen Seraphim von Sarow südlich von Perm, Russland, küsst eine Frau ein Kruzifix. ZDF
Corne Witbooi, ein Angehöriger des San-Volkes, in der Kalahari-Wüste in Südafrika ZDF
Pater Dionisii ist Militärkaplan in Donezk in der Ostukraine. ZDF
Die Verehrung im Buddhismus erfolgt mit brennendem Räucherwerk und Kerzen. ZDF
Ein Mädchen zündet während des Maha-Shivaratri-Festes in Varanasi, Indien, eine Öllampe an. ZDF
Hinduistische Gläubige führen beim Chhath-Puja-Fest in Agartala, Indien, rituelle Waschungen durch und beten zum Sonnengott. ZDF
Der spirituelle Lehrer Sadhguru während der Sendung "Samvaad" im Bapu-Sabhagar-Auditorium in Patna, Indien ZDF
Buddhistische Mönche bei einem religiösen Zeremoniell im Wat-Pho-Tempel in Bangkok, Thailand ZDF
Orthodoxe Juden in Jerusalem: Die Stadt ist ein wichtiges Zentrum des Judentums, des Christentums und des Islam. ZDF

Woran wir glauben

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

Die Natur des Menschen

  • D, J, USA 2024
  • 52'
Dokumentation Die Reise beginnt in der Kalahari und führt bis an die Front in der Ukraine. Sie erzählt von alten Ritualen und modernen Sinnkrisen. "Warum wir glauben - Die Natur des Menschen" fragt, warum wir nach Trost, Zeichen und Ordnung suchen - in der Natur, bei den Ahnen, in Gott oder im Zweifel. Ist Glaube Teil unserer Biologie oder tatsächlich der Weg zu höherer Erkenntnis?

Inhalt

Woher kommen wir? Warum leiden wir? Und woran halten wir uns fest, wenn die Welt unbegreiflich wird? "Warum wir glauben" geht den ältesten Fragen der Menschheit nach - und erzählt Glauben nicht als etwas Fernes oder Vergangenes, sondern als Kraft, die unser Denken bis heute prägt. Die Reise beginnt bei den San in der Kalahari-Wüste, wo Natur, Ahnen und Rituale den Alltag bestimmen. Sie führt zu Forschenden, die erklären, warum der Mensch überall Bedeutung erkennt: im Rascheln eines Busches, in Wolken, Gesichtern, Zufällen und Krisen. Glaube erscheint hier als uraltes Überlebensprogramm - und als Antwort auf Angst, Tod und Chaos. Doch die Suche endet nicht in der Tradition. Ein jüdischer Philosoph spricht von Spiritualität als Versuch, die Punkte des Lebens zu verbinden. Ein atheistischer Podcaster fragt, ob Sinnkrisen nicht schlicht zur menschlichen Existenz gehören. Ein ukrainischer Militärseelsorger erlebt, wie Menschen an der Front nach Trost greifen, wenn nichts anderes mehr trägt. Und in Israel erzählt ein ehemaliger Ultraorthodoxer vom schmerzhaften Weg aus einem Glaubenssystem, das Halt gab - und zugleich Freiheit nahm. Zwischen Ritual und Vernunft, Geborgenheit und Kontrolle, Gottvertrauen und Zweifel fragt der Film: Warum verschwindet der Glaube nicht, selbst in säkularen Gesellschaften? Vielleicht, weil Menschen immer nach etwas suchen, das größer ist als sie selbst.

Sendungsinfos

Regie: Jobst Knigge, Cristina Trebbi, Susanne Utzt Stereo
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