Wallfahrt und Wanderung. Beide Begriffe haben für die 166. Sendung "Klingendes Österreich" eine geradezu wundersame Gültigkeit. Seit 500 Jahren ziehen Pilger aus Kärnten, Slowenien, Ost,- und Südtirol zur Gottesmutter von Maria Luggau. Jene Wanderung hingegen, von Innervillgraten in Osttirol über die die hohen Berge des Karnischen Kammes nach Sappada - Plodn im venezianischen Herrschaftsbereich, begann schon vor fast 1000 Jahren. Ein Film von Elisabeth Eisner.
Ein blühender Garten mit vielerlei Bäumen und guten Früchten - so wird in der Heiligen Schrift das Paradies beschrieben. Viele Botschaften der Bibel sind ohne Pflanzenwelt kaum vorstellbar: An die 120 verschiedene Formen sind genannt, vom Feigenbaum über den Weinstock und das Senfkorn bis zur Lilie. Zahlreiche derartige kleine Paradiese finden sich im kirchlichen Umfeld bis zum heutigen Tag. Die Dokumentation "Paradies auf Erden - Klostergärten in Niederösterreich" zeigt acht beeindruckende Beispiele. Vorgestellt werden neben einzelnen Pflanzen und den Schönheiten der gesamten Gartenanlagen auch die Menschen, die sie pflegen (Gestaltung: Barbara Baldauf, Kamera: Helmut Muttenthaler und Michael Binder)
In dieser Produktion tauchen die beiden Kabarettisten Viktor Gernot und Wolfang "Fifi" Pissecker ins Abenteuer Weitwandern ein. Auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Herangehensweisen wandern sie von der Bundeshauptstadt Wien bis hin zum Wallfahrtsort Mariazell. Viktor Gernot wandert die "Via Sacra", einen alten und geschichtsträchtigen Pilgerweg, der an den Grenzen von Wien beginnt und durch das Mostviertel bis nach Mariazell führt. Er trifft dabei auf den Abt in Heiligenkreuz, besucht den Theaterbahnhof in Altenmarkt, erkundet die Araburg in Kaumberg, gelangt in das Stift Lilienfeld, fährt mit dem Sessellift auf den Muckenkogel und erreicht schließlich Annaberg, wo er die Zipline austestet. Dass er den richtigen Weg manchmal nicht auf Anhieb findet, scheint ihn nicht weiter zu stören. Wolfgang "Fifi" Pissecker, ist derweil am etwas anspruchsvolleren Wiener Wallfahrerweg 06 unterwegs. In Kaumberg trifft er - fit und weitwandererprobt - auf den etwas geschafften Viktor Gernot, bevor er über St. Aegyd und die Mariazeller Bürgeralpe ans Ziel gelangt. (2021)
Heilige Berge von oben und unten: In dieser ORF-III-Produktion zeugen Flugaufnahmen von Berggipfeln und Hügelketten im oberösterreichischen Alpenvorland und im Toten Gebirge von Kultstätten und Kirchen, die unsere Vorfahren errichteten. Im Tal mit Blick auf die Berge stehen der Mensch und seine Beziehung zu Natur und Kultur im Mittelpunkt. Der Film rückt das, was wir jeden Tag sehen, in ein anderes Licht, schaut auf das Alltägliche mit fremden, "frischen" Augen. Ob Berge "heilig" sind, im Sinne, dass man Gott näherkommt oder sich selbst, oder vielleicht für Augenblicke sich selbst vergisst, ist wohl abhängig vom Menschen, der die Berge besucht. Im Film erzählen Einheimische, Wanderer und BergsteigerInnen sehr persönliche Geschichten und Erlebnisse im Zusammenhang mit dem Bergsteigen.So erzählt Pfarrer Gerhard Hackl aus Vorderstoder vom Bergsteigen als Meditation, das vom Schauen zum Staunen und zum Danken führt. Eine ungewöhnliche Auseinandersetzung mit dem Thema "Berg" und ein Film, der zum Nachdenken und zu Respekt vor den Bergen anregt und den Begriff "Heilige Berge" in ein neues Licht rückt. (Doku 2021)
In der Wiener Stadthalle findet ein großer Schlagerwettbewerb statt. Auch der aus Tirol stammende Pilot Martin hat sich dafür Chancen ausgerechnet. Er hat dem erfolgreichen Schlager-Star Linda eine seiner Kompositionen geschickt. Seither wartet er jedoch vergebens auf Antwort. Da kommt Martins Großvater Leopold nach Wien. Er lernt Linda kennen und beschließt sogleich, das Schicksal in die Hand zu nehmen.
Mit Ann Smyrner, Trude Herr, Gus Backus, Udo Jürgens, Hans Moser
Beate Klockenhoff lässt sich von ihrem viel beschäftigten Mann Philipp scheiden. Mit ihrer Tochter Christine reist sie zur Erholung in ein tirolerisches Alpendorf. Dort beginnt sie eine Affäre mit dem attraktiven Franzl. Dessen langjährige Freundin Dorle platzt vor Eifersucht. Christine klettert indes heimlich auf einen Berg. Sie will Alpenrosen pflücken, die mit Zauberkraft ihren Vater zurückholen.
Mit Claus Holm, Christine Kaufmann, Marianne Hold, Maria Andergast, Annie Rosar, Theo Lingen
Meister Eders Schwester ist gekommen, um ihm mal ein schönes Essen zu kochen. Zum Nachtisch gibt es Schokoladenpudding und mit Pumuckls Hilfe ist der Pudding in Windeseile aufgegessen. Pumuckl beschließt, dass es von nun an jeden Tag Schokoladenpudding geben soll und da sich Eder am nächsten Tag weigert, wieder einen zu kochen, macht sich Pumuckl selbst an die Arbeit. Noch bevor größere Katastrophen passieren können, kommt die Putzfrau. In der Küche sieht sie das begonnene Werk und versucht es zu Ende zu führen. Doch heute hat sie offenbar zwei linke Hände: Alles geht daneben. Dies hat sie natürlich Pumuckl zu verdanken.
Pumuckl entdeckt, dass wieder einmal ein Kunde etwas in Eders Werkstatt vergessen hat. Leider darf er nichts sagen, würde er ja sonst die Kundschaft erschrecken. Also macht er mit Meister Eder aus, dass er in Zukunft immer wie ein Hund bellt, wenn ihm etwas auffällt. Bald stellt sich heraus, dass auch das keine gute Idee ist: Im Kramerladen sieht Pumuckl von Eders Manteltasche aus ein Geldstück am Boden liegen. Mit seinem jämmerlichen Gebell bringt Pumuckl seinen Meister Eder im Handumdrehen in höchste Verlegenheit.
Die Weihnachtszeit ist angebrochen. Pumuckl hat von den Kindern sehr interessante Dinge über den Nikolaus aufgeschnappt und will es nun von Eder genau wissen. Der Kobold bildet sich ein, dass der Nikolaus nur zu Kindern, aber nicht zu ihm kommt und dass er ihm deshalb auch nicht gefährlich werden kann. Vor lauter Übermut treibt er es zu toll und malt schließlich auch noch die Wand an. Eder hat jetzt genug und sagt, dass er den Nikolaus holt, damit Pumuckl seine gerechte Strafe bekommt. Und der Nikolaus kommt tatsächlich.
Eder liest in der Zeitung, dass ein als Gasmann getarnter Betrüger einen alten Rentner um seine Ersparnisse gebracht hat. Das macht Pumuckl hellhörig: Man muss mit den Leuten viel vorsichtiger sein, denkt er sich. Als er an einem Nachmittag allein in der Werkstatt ist, tritt eine Frau ein. Pumuckl kommt natürlich nicht auf die Idee, dass sie eine Diebin sein könnte In dem Zeitungsbericht war ja nur etwas über Männer gestanden. Erst als die Frau Eders goldene Uhr wegnimmt und die Werkstatt schnell verlässt, kommen ihm Zweifel. Pumuckl nimmt die Verfolgung auf, erlebt mit Meister Eder aber bald eine peinliche Überraschung.
Weihnachten steht vor der Tür. Pumuckl kommt ganz aufgeregt von draußen in die Werkstatt und berichtet Eder, dass sich die ganze Welt in ein Meer von Lichtern, Glitzer und schönen Sachen verwandelt habe. Eder erklärt ihm, dass man sich am Heiligen Abend beschenkt. Das findet Pumuckl toll und er beschließt sich diesem Brauch anzuschließen. Er verlässt die Werkstatt und nachdem er in der Bäckerei das eine oder andere Kekserl zu sich genommen hat, folgt er zwei Mädchen nach Hause. Die beiden haben für ihre Mütter je ein Nadelkissen genäht. So ein Kissen möchte Pumuckl am liebsten sich selbst schenken und er lässt die beiden gleich für sich und Meister Eder mitgehen.
Pumuckl ist ganz aus dem Häuschen, als er aus dem Fenster schaut: Der Hof, die Dächer und sogar die Luft ist voll von weißen tanzenden Flocken. Eder erklärt ihm, dass dies der erste Schnee ist und Pumuckl möchte unbedingt Schnee in die Werkstatt holen, um damit zu spielen. Eder verbietet es ihm, aber als der Schreinermeister die Werkstatt verlässt, schafft Pumuckl kartonweise Schnee herein und leert ihn neben dem Ofen aus. Aber immer wenn er die nächste Ladung bringt, ist der Schnee verschwunden, bis sich schließlich ein kleiner See gebildet hat. Meister Eder findet das gar nicht komisch, als er zurückkommt. Aber damit nicht genug: Pumuckl stiftet mit dem ersten Schnee auch noch in der Nachbarschaft Unruhe.
Im Winter ist es in der Werkstatt ziemlich kalt: Pumuckl friert so sehr, dass Meister Eder einen kleinen Winterpullover besorgen will. In einem Spielwarengeschäft lässt er sich allerlei Puppenjäckchen vorlegen, kann aber nichts Passendes finden. Da fällt ihm die freundliche Frau Schröder ein. Diese ist tatsächlich bereit, einen kleinen Pullover zu stricken. Zuvor muss Eder an dem kitzeligen Pumuckl allerdings noch Maß nehmen. Der Pullover, den Frau Schröder bald darauf bringt, ist zwar sehr schön, aber etwas zu klein. Pumuckl beginnt mit Schere und Leim zu hantieren, was ihm und dem Pullover schlecht bekommt.
Eder hat Zwetschken gekauft und Pumuckl lässt sich trotz Warnung eine nach der anderen schmecken. Da kommt Frau Gruber mit ihrer Tochter Erika, um von Meister Eder einen kleinen Schreibtisch mit einem Geheimfach anfertigen zu lassen. Der Schlüssel dazu soll so klein sein, dass er an das schöne Silberarmband passt, das Erika am Handgelenk trägt. Auch Pumuckl findet das Kettchen schön und so lässt er es geschickt in seinem Bettchen verschwinden. Erika bemerkt den Verkust schnell, doch alles Suchen hilft nichts: Das Kettchen ist verschwunden. Pumuckl trinkt auf die Zwetschken kaltes Wasser und bekommt heftiges Bauchweh. Eder bringt Pumuckl ins Bett und stößt dabei auf das Kettchen. Jetzt ist das Maß voll: Eder wirft den Pumuckl hinaus und will ihn nicht wieder sehen.
Nach dem großen Krach hat der Pumuckl Meister Eder verlassen. Die beiden fühlen sich so alleine aber gar nicht glücklich. Der Kobold bleibt jedoch spurlos verschwunden. Bis Herr Bernbacher am Stammtisch merkwürdige Dinge von zu Hause berichtet: Schlüssel sind weg, alles fällt um oder herunter, sogar Frau Bernbachers Perücke ist unter das heiße Bügeleisen geraten. Bernbacher glaubt jetzt selbst schon an Kobolde und baut eine Falle, um den Pumuckl darin zu fangen und ihn dann in einer Kiste nach Amerika zu schicken. Ist Meister Eders kleiner Freund zu retten?
ORF III überträgt alle wichtigen News vom Tag, dazu Interviews, Analysen, Live-Schaltungen, Reportagen und alle wichtigen Pressekonferenzen und Updates live!
Das wochentägliche Kulturmagazin "Kultur Heute" präsentiert neben den wichtigsten Ereignissen aus den Bundesländern die Top-Themen des Tages - von Hochkultur bis Subkultur.
Voller Ungeduld wartet Oberin Ludwiga auf das Eintreffen der jungen Ordensschwester Camilla aus Rom. Der Ruf der eigensinnigen, aber liebenswerten Nonne, die ins Landkloster Marienthal strafversetzt wurde, lässt Schlimmes erahnen. Und tatsächlich beginnen sogleich die Probleme. Bei den Vorbereitungen zu einer Hochzeit geschieht in der Klosterkapelle ein Mord. Umgehend nimmt Camilla die Ermittlungen auf - und kommt damit Kommissar Josef Baumert empfindlich in die Quere.
Mit Ann-Kathrin Kramer, Günther Maria Halmer, Brigitte Janner, Anne von Linstow, Deborah Kaufmann, Rüdiger Vogler, Sebastian Rüger
Camilla ist ein Energiebündel mit Mission. Die Klosterschwester hat es sich zur Aufgabe gemacht, schwarze Schäfchen der irdischen Gerichtsbarkeit zuzuführen - nicht immer zur Freude ihres weltlichen Pendants. Spritzige Krimi-Komödie in bester Screwball-Tradition.
Bei der Heimkehr von einem Konzert kommt Schwester Anabel einem Einbrecher ins Gehege. Sie überlebt die Kollision schwer verletzt und fällt ins Koma, der Einbruch selbst entpuppt sich rasch als Kunstraub mit womöglich tödlichen Folgen. Denn Anabel wurde von vorne niedergeschlagen, kann den Täter also erkannt haben und schwebt daher in höchster Gefahr. Als die Rufe nach Personenschutz an Kommissar Baumert abprallen, ermittelt ihre beste Freundin Camilla kurzerhand auf eigene Faust.
Mit Ann-Kathrin Kramer, Günther Maria Halmer, Brigitte Janner, Lars Gärtner, Martin Brambach
Erneut liefern sich Ordensfrau Camilla und Kommissar Baumert (alias Ann-Kathrin Kramer und Günther Maria Halmer) bei Mordermittlungen ein Kräftemessen. Als Winzerhelfer Franky Strobel getötet wird, begeben sich die eigensinnige Nonne und der mürrische Schnüffler unabhängig voneinander auf Spurensuche.
Inmitten der Weinberge entdeckt Schwester Camilla die Leiche von Winzerhelfer Franky Strobel. Sogleich informiert sie Kommissar Baumert über den grausigen Fund, kann aber wieder einmal nicht umhin, selbt zu ermitteln. Während Baumert Strobels Arbeitgeber Feuerbach genauer unter die Lupe nimmt und dabei einen möglichen Weinskandal aufdeckt, vermutet Camilla, dass Strobels Tod etwas mit den ominösen Schadensfällen zu tun hat, die in letzter Zeit gehäuft auf dem Feuerbach'schen Weingut aufgetreten sind.
Mit Ann-Kathrin Kramer, Günther Maria Halmer, Brigitte Janner, Anne von Linstow, Nadja Zwanziger, Mathias Herrmann, Steffen Will, Klaus Spürkel, Horst Krebs
"Land der Berge"-Präsentatorin Marlies Raich ist dieses Mal unterwegs in den Osttiroler Bergen. Viermal war die ehemalige Slalomkönigin auf dem Lienzer Schlossberg ein Slalom Weltcuprennen siegreich. Auch das letzte Weltcuprennen ihrer unvergleichlichen Skikarriere und somit ihren 37. Weltcupsieg, gewann Marlies Raich hier am Hochstein in Lienz. Diesen Hang nun mit dem Mountainbike zu bezwingen, weckt natürlich viele Emotionen in ihr. Die mystische Galitzenklamm, das beschauliche Villgratental und ein Gipfel mitten in den Lienzer Dolomiten - das sind nur ein paar der Schauplätze, die Marlies Raich besucht. Faszinierende Einblicke in die Urgewalt der Gletscherwelt am Fuße des Großglockners und atemberaubende Landschaftsaufnahmen runden dieses "Land der Berge" ab. (Doku 2020)
In der aktuellen ORF III - "Land der Berge" - Neuproduktion folgt Marlies Raich dem Lauf der Osttiroler Isel - dem letzten großen alpinen Fluss Österreichs. In fünf Tagesetappen führt ihre Wanderung am Iseltrail von Lienz bis hinauf zum Ursprung des Gletscherflusses im ewigen Eis des Nationalparks Hohe Tauern. Unterwegs begegnet sie Menschen, deren Leben eng mit der Isel verbunden ist.
Dem jahrzehntelangen Engagement von Wolfgang und Erika Retter ist es zu verdanken, dass die Isel bis heute frei fließen darf. Wildwasser-Kajakerin Lilli Prein zeigt, wie viel Kraft und Freiheit der ungezähmte Fluss schenkt. In einer Steinbildhauerwerkstatt entstehen aus vom Wasser geformten Steinen Kunstwerke für die Ewigkeit. Auch die unbarmherzige Seite der Isel wird sichtbar - etwa auf der idyllischen Islitzeralm, die in der Vergangenheit von Naturgewalten schwer getroffen wurde. Heute erfreuen sich Gäste hier nicht nur an der Schönheit der nahen Umbalfälle, sondern auch an einer traditionellen Osttiroler Süßspeise. Ein Genießer ist auch Wanderpapst Walter Mair - er erkundet mit 86 Jahren noch immer die landschaftlichen Juwelen der Region. Deretwegen hat es auch Hüttenwirt Juraj Malek nach Osttirol verschlagen: In der Tradition der slowakischen Sherpas versorgt er die Clarahütte mit frischen Lebensmitteln. Gemeinsam mit Bergretter Friedl Steiner erreicht Marlies schließlich das Umbalkees, den Ursprung der Isel - auf den Spuren eines Reliktes aus der Vergangenheit.
Diese "Land der Berge"-Produktion portraitiert die beeindruckende und vielfältige Südtiroler Berglandschaft. Es geht vom Norden, vom Obernberger Tal am Brenner quer durch die Täler bis in den Süden zu den Rittner Erdpyramiden, oberhalb von Bozen. Auf seiner Reise durch das norditalienische Alpenland trifft Filmemacher Hans Jöchler auf Einheimische, die in Region im Einklang mit der Natur nicht nur arbeiten, sondern vor allem leben. Das Finale markieren der Ortler und die Königsspitze, die höchsten Berge der Region. (Doku 2022)
Gegenden wie der Vinschgau und das Ahrtnal sind ideale Rückzugsorte, wo man Körper und Geist baumeln lassen kann. Das alpine Flair, das Südtirol speziell in diesen Regionen verbreitet, lieben auch die Einheimischen hier. Sie bestellen Tag für Tag die Natur und erhalten so die einzigartige Kulturlandschaft. In der warmen wie in der kühlen Jahreszeit entschädigt die kolossale Kulisse die Menschen für die harte Arbeit und das raue Wetter. Regisseur Stefan Nicolini porträtiert in dieser Dokumentation seine Heimat und die dortigen Gebräuche wie den "Scheibenschlagen-Sonntag", an dem glühend heiße Birkenscheiben vom Berg ins Tal geschossen werden, die Weinernte in Terlan und die Grödner Holzschnitzerei.
Hugo Portisch - sein Name steht wie kein anderer in Österreich für unabhängigen Journalismus. Seine gesamte journalistische Laufbahn hindurch hat er für diese ihm so wichtige Unabhängigkeit gekämpft. Ein Höhepunkt war sicherlich das von ihm initiierte Rundfunkvolksbegehren im Jahr 1964. "Man kann sich das heute nur mehr schwer vorstellen, wie das damals war. Die Allmacht der Parteien hat sich hemmungslos ausgedehnt, das ganze Land war dem Proporz der beiden Großparteien ausgeliefert", sagte Portisch über diese Zeit. Mehr als 830.000 Österreicher unterstützten mit ihrer Unterschrift die Forderung nach einer Entpolitisierung des Österreichischen Rundfunks - ein sensationelles Ergebnis, das zu einer grundlegenden Reform des ORF führte.
Der erste Teil der biografischen Dokumentation widmet sich den Anfängen der außergewöhnlichen Laufbahn Hugo Portischs. Im Gespräch mit Heinz Nußbaumer erzählte er über seinen familiären Hintergrund und seine persönlichen Erfahrungen während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Besonders prägend war für den Journalisten seine Ausbildungsreise 1950 in die USA. Sie schuf die Basis für seine beruflichen Grundsätze und löste bei ihm eine Faszination für das Land aus, die ihn lange nicht mehr loslassen sollte. Als Mitarbeiter des Informationsdienstes der Österreichischen Botschaft in New York begleitete er 1954 den österreichischen Bundeskanzler Julius Raab auf seinem USA-Besuch. Dabei erlebte Portisch unvergessliche und spannende Episoden, die Einblicke hinter die Kulissen gewähren und Auskunft über die politischen Hintergründe jener Zeit geben.
Noch während seiner Reise mit Raab bekam Portisch das Angebot, beim "Neuen Kurier" zu arbeiten, wo er ab 1958 als Chefredakteur große Erfolge feierte. Mit hoher journalistischer Qualität und dem richtigen Gespür für gute Geschichten. Ein Beispiel? Als der langersehnte Staatsvertrag im Jahr 1955 Realität werden sollte, war es Hugo Portisch, der gemeinsam mit Hans Dichand als erster eine Sonderausgabe mit der Schlagzeile "Österreich wird frei" druckte und sie eigenhändig am Wiener Westbahnhof verteilte. Bloß, zu diesem Zeitpunkt wollte noch keiner daran glauben…
Prag, Paris, London, Belgrad, New York. Ende der 1960er-Jahre schien Hugo Portisch als ORF-Chefkommentator an allen Schauplätzen der Weltpolitik gleichzeitig zu sein. Legendär sind seine Live-Berichte und Analysen zu den brennenden politischen Themen der Zeit. Der ehemalige ORF-Intendant Gerd Bacher über seinen ehemaligen Chefkommentator: "Ich habe sofort gewusst, dass er unglaublich überzeugend ist. Und die Informationen leben davon, dass man einen guten, wie die Amerikaner sagen, 'Anchorman' hat." Unvergessen ist etwa jene Live-Schaltung ins revoltierende Paris des Jahres 1969, als Portisch es schaffte, auf den Straßen der französischen Hauptstadt - trotz Konfetti-Regen, flankiert von Demonstranten - mit größter Beharrlichkeit seinen Live-Bericht fertig zu stellen. Im Sommer des Umbruchjahres 1968 bewies er sein großes politisches und journalistisches Gespür, als ihn sein Bauchgefühl frühzeitig seinen Italienurlaub abbrechen ließ und er tatsächlich auf der Rückreise im Hotel erfahren musste, dass soeben sowjetische Panzer in Prag aufgefahren waren. Noch in der Nacht fuhr Portisch zurück nach Wien um in der Früh einen Kommentar zu sprechen. Seine Berichte rund um den niedergeschlagenen Prager Frühling gehören zu jenen journalistischen Höhepunkten, die ihn bei der österreichischen Bevölkerung so populär machten.
Abseits der aktuellen Berichterstattung reiste Portisch um die Welt, um ausführliche Dokumentationen etwa über China, Kuba oder mehrere Länder Afrikas zu drehen. Sein Interview mit dem chinesischen Marschall Chen Yi über die Rolle Chinas im Vietnam-Krieg machte internationale Furore und wurde auch in der New York Times abgedruckt. Zurück in Österreich holte sich gar das amerikanische State Department bei ihm Informationen und Jahre später erfuhr Portisch, dass sein Bericht die gesamte Chinapolitik der USA beeinflusst hatte.
Es gelang ihm, bei den österreichischen Zuseherinnen und Zusehern die Neugier für internationale Themen zu wecken. Eine Neugier und Begeisterungsfähigkeit, die vor allem bei Hugo Portisch selbst im Übermaß vorhanden war.