ARTE
ARTE So. 18.01.
Film
Die Astronautin Ryan Stone (Sandra Bullock) wird von Matt Kowalski (George Clooney) bei ihren Reparaturarbeiten am Weltraumteleskop ?Hubble? unterstützt. ARTE F
Die chinesische Weltraumstation ist Stones (Sandra Bullock) letzte Etappe vor der Rückreise auf die Erde. ARTE F
Nach der Zerstörung ihres Space Shuttles nähern sich Kowalski (George Clooney ) und Stone (Sandra Bullock) dank eines Drüsenrucksacks der russischen ISS. ARTE F
Nachdem er von der ISS weggeschleudert wurde, hängt sich Kowalski (George Clooney) an das Kabel, das ihm Stone reicht. ARTE F

Gravity

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • GB, USA 2013
  • 87'
Science-Fiction-Film

Prominent besetzter, zweifach Oscar-gekrönter Science-Fiction-Thriller von Alfonso Cuarón ("Children of Men"), der in den Weiten des Weltraums spielt: In "Gravity" verlieren sich die beiden Hollywoodstars Sandra Bullock und George Clooney nach einem verheerenden Unfall in der erbarmungslosen Unendlichkeit des Alls.

Mit Sandra Bullock, George Clooney

Inhalt

Die brillante Medizintechnikerin Dr. Ryan Stone geht auf ihre erste Raumfahrts-Mission. Begleitet wird sie dabei vom erfahrenen Astronauten Matt Kowalsky, einem Veteranen auf seinem letzten Einsatz vor dem Ruhestand. Doch dann endet ein scheinbar ganz normaler Routineausflug außerhalb der Kapsel im Desaster.

Ryans Shuttle wird zerstört – und die beiden sind plötzlich ganz alleine im dunklen, schwarzen All: Aufgrund der völligen Stille ringsum wissen sie, dass sie den Kontakt zur Erde verloren haben – und damit jede Chance auf Rettung. Einzig durch ein Band zwischen ihnen sind die beiden noch miteinander verbunden.

Mutterseelenallein trudeln Stone und Kowalsky nun in die Finsternis; Angst wird zu Panik, jeder Atemzug frisst etwas mehr von dem wenigen Sauerstoff auf, den sie noch haben – und die einzige Möglichkeit, jemals wieder nach Hause zu kehren, scheint es zu sein, tiefer in die dunklen Weiten des Weltraums vorzudringen...

Hintergrund

Alfonso Cuaróns Weltraum-Film sorgte für breites Aufsehen und gewann eine dreistellige Zahl an Preisen, darunter allein sieben Oscars: in den Kategorien Beste Regie, Beste Kamera, Beste Originalmusik, Bester Schnitt, Bester Tonschnitt, Beste Tonmischung und Beste visuelle Effekte. Regisseur Cuarón wurde im gleichen Jahr (2014) ebenfalls mit dem Golden Globe ausgezeichnet. Schauspielerin Sandra Bullock, die den Film fast allein trägt, gewann unter anderem eine Oscarnominierung und den People's Choice Award. "Gravity" schaffte in Nordamerika den besten Oktober-Kinostart aller Zeiten und erreichte weltweit ein großes Publikum.

Kritik

Absolut überwältigend

Fünf Jahre hat die Produktion von "Gravity" gedauert – fünf Jahre, die sich absolut gelohnt haben: Nachdem der mexikanische Regisseur Alfonso Cuarón, der sich zuvor mit Filmen wie "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" oder "Children of Men" einen Namen in Hollywood gemacht hatte, fast sechs Jahre lang von der Bildfläche verschwunden war, meldete er sich  im Jahr 2013 auf beeindruckende Weise zurück – und präsentierte mit "Gravity" einen extrem spannenden und virtuos inszenierten Science Fiction-Thriller, der vor allem mit bahnbrechenden Schauwerten zu fesseln vermochte.

In Verbindung mit der beunruhigenden Vorstellung, den endlosen Weiten des Weltalls hilflos ausgeliefert zu sein, gelingt dem Regisseur das Kunststück, sein Publikum mit betörend schönen Bildern zu faszinieren und zugleich tiefste menschliche Urängste anzusprechen. Insbesondere jener Moment, in dem die beiden Protagonisten durch einen verheerenden Unfall von ihrem schützenden Raumschiff getrennt werden, trifft den Zuschauer mit einer visuellen Wucht, wie das schon lange kein Film mehr getan hat: Wie der plötzliche Kontrollverlust der Astronauten bebildert wird, lässt einem schier den Atem stocken und ist ein echtes Erlebnis, das einem eindrucksvoll vor Augen führt, wozu das Medium Film im besten Fall imstande ist.

Der folgende Kontrast zwischen der beinahe majestätisch anmutenden Schwerelosigkeit der Körper und der nachvollziehbaren Panik der todgeweihten Raumfahrer ist brillant inszeniert und vermag trotz reduziertester filmischer Mittel absolut zu fesseln. Weil sich Sandra Bullock in der Rolle der zwischen Verzweiflung und Überlebenswillen changierenden Hauptfigur überraschend gut schlägt, lässt sich auch verkraften, dass ausgerechnet Schauspielgröße George Clooney mit seiner allzu coolen Art nicht ganz überzeugen kann – was aber ohnehin nur ein klitzekleines Manko im Rahmen dieser ansonsten überwältigenden Space-Odyssee ist.

Sendungsinfos

Darsteller: Sandra Bullock, George Clooney Regie: Alfonso Cuarón Drehbuch: Alfonso Cuarón, Jonás Cuarón Musik: Steven Price Kamera: Emmanuel Lubezki Produzent: Alfonso Cuarón, David Heyman Stereo
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