ARTE
ARTE So. 14.12.
Die Große Messe in c-Moll, ein unvollendetes Meisterwerk: Die Stimmgewalt des Chores und die Schönheit der Melodien machen es zu einem Höhepunkt in Mozarts Schaffen. ARTE F
Die starken Einflüsse von Bach und Händel werden in der Großen Messe in c-Moll vor allem durch die Chöre deutlich. ARTE F
Unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi (li.) begeistern das Ensemble Matheus und der Chor Vox 21 mit einer grandiosen Interpretation dieses Meisterwerks in der Chapelle de la Trinité in Lyon. ARTE F
Ein Höhepunkt in Mozarts kirchenmusikalischem Schaffen: die Große Messe in c-Moll ARTE F
Die Große Messe in c-Moll, ein unvollendetes Meisterwerk: Die Stimmgewalt des Chores und die Schönheit der Melodien machen sie zu einem Höhepunkt in Mozarts Schaffen. ARTE F

Mozart: Große Messe in c-Moll

TV-Programm des deutsch-französischen Rundfunkveranstalters Association Relative à la Télévision Européenne. ARTE sendet ein Vollprogramm mit den Schwerpunkten Kultur, außergewöhnliche Dokumentationen, zeitgenössische Spielfilme sowie Musik- und Theaterproduktionen.

  • F 2023
  • 53'
Geistliche Musik Bei Wolfang Amadeus Mozart ist Musik Theater. Dies gilt für seine Symphonien, Streichquartette und Serenaden ebenso wie für seine geistlichen Kompositionen. Die Große Messe in c-Moll, die auf unvergleichliche Art von Mozarts schöpferischer Freiheit und musikalischem Genie zeugt, stieß bei ihrer Uraufführung auf Ablehnung, weil man ihre lyrische Opulenz zu opernhaft fand. Heute gilt das von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel beeinflusste, unvollendet gebliebene Meisterwerk als ein Höhepunkt der religiösen Musik Mozarts. Vor der prächtigen Kulisse der Lyoner Chapelle de la Trinité entfaltet die Große c-Moll-Messe in der Interpretation des Ensemble Matheus unter der Leitung von Jean-Christophe Spinosi ihre ganze chorische und spirituelle Kraft.

Inhalt

In einem Brief an seinen Vater erwähnte Mozart 1783 die "Hälfte einer Messe", die er seiner Ehefrau Constanze versprochen habe. Die c-Moll-Messe ist unvollendet geblieben: Es fehlen das "Agnus Dei" und ein Teil des "Credos". Dennoch geht von diesem Werk eine unvergleichliche musikalische und spirituelle Wirkung aus. Die Stimmgewalt des Chores und die Schönheit der Melodien machen es zu einem Höhepunkt in Mozarts Schaffen. Danach komponierte er keine Kirchenmusik mehr, mit Ausnahme eines Auftragswerks: des "Requiems". Doch insgesamt betrachtete Mozart das geistliche Repertoire keineswegs als eine bloße Gelegenheits- oder Pflichtübung, sondern vielmehr als ein eigenständiges Genre, dem er sich regelmäßig widmete. Schon seine ersten Messvertonungen waren vielversprechend und wiesen den jungen Komponisten als Meister der Instrumental- und Vokalpolyphonie aus. In die "Große Messe in c-Moll" flossen zahlreiche Einflüsse von Bach und Händel ein, vor allem die Chöre zeugen davon. Italienische Einflüsse sind dagegen in den Solopartien erkennbar, die wie das strahlende "Gloria" eine überaus opernhafte Anmutung haben. Neben dem "Requiem" gilt die "Große Messe in c-Moll", wenngleich unvollendet, als Höhepunkt in Mozarts kirchenmusikalischem Schaffen. Unter der intelligenten Leitung von Jean-Christophe Spinosi, den ein modernes, zutiefst humanistisches Musikverständnis auszeichnet, liefern das Ensemble Matheus und der Chor Vox 21 eine grandiose Interpretation dieses Meisterwerks.

Sendungsinfos

Mitwirkende: Nina Maestracci (Sopran), Chiara Skerath (Sopran), Krystian Adam (Tenor), Luigi De Donato (Bass) Regie: Benjamin Bleton Dirigent: Jean-Christophe Spinosi Stereo
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